Samstag 29.03.14, 14:38 Uhr
Jüdisches Leben vor und während des Faschismus in Bochum

Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds

Die Volkshochschule lädt am Sonntag, den 6.4. um 14 Uhr zu einem Stadtrundgang mit Wolfgang Dominik ein. In der Ankündigung heißt es: »Es ist ziemlich genau 81 Jahre her, dass auch in Bochum am 1. April 1933 eine erste deutschlandweite antijüdische Terrormaßnahme stattfand. Es bedurfte gar nicht vieler SA-Schlägertrupps, um die Blockade der Geschäfte der jüdischen Bochumer durchzuführen. Das erledigten oft die Konkurrenz von gegenüber oder die Wähler_innen der stärksten Partei in Bochum, der NSDAP. Gleichzeitig wurden jüdischen Ärzten,. Rechtsanwälten und Richtern  Berufsverbote erteilt.
Für die NS-Regierung verlief dieser Boykott sehr erfolgreich:  gab kaum Proteste, auch international fiel die Reaktion sehr bescheiden aus. Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Orten und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger_innen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Sind solche rassistischen Exzesse auch heute denkbar? Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll exemplarisch auf ein jüdisches Leben in Bochum hingewiesen werden.«
Termin: Sonntag, 6.4.2014, 14.00 Uhr bis 16.15. Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz
Die VHS bittet um Anmeldung unter der Tel.-Nr. 910155. Teilnahmegebühr 5 Euro, erm. 3 Euro.

 
 
 
 


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