Dienstag 19.11.13, 13:17 Uhr

Spende für das Riga-Komitee

Die GEW-Bochum schreibt: »Nach der Filmvorführung des aufrüttelnden Dokumentarfilms „Wir haben es doch erlebt – Das Ghetto von Riga“ im Bahnhof Langendreer fassten der Vorsitzende der Philologen- Bezirksverbandsgruppe Bochum, Dr. Paul Reiter, und der Vorsitzende des Bochumer GEW- Stadtverbandes, Ulrich Kriegesmann, spontan den Beschluss, eine gemeinsame Spende in Höhe von 500 € für das Riga-Komitee, dem auch die Stadt Bochum angehört, zu machen. Im Film von Jürgen Hobrecht wird eindrucksvoll der Untergang des lettisch-jüdischen Ghettos von Riga sowie die Deportation von mehr als 25.000 Juden aus dem ehemaligen Deutschen Reich in das dortige Konzentrationslager geschildert. Die auch in der sowjetkommunistischen Zeit fortgesetzte Drangsalierung der Juden und die Vernachlässigung der von den Nationalsozialisten hinterlassenen Massengräber und Stätten des Terrors veranlassten das Riga-Komitee, gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und seiner lettischen Partnerorganisation den Opfern eine würdige Gräber- und Gedenkstätte zu errichten. Das Göttinger Lehrer-Ehepaar Hanna und Wolf Middelmann organisiert zudem seit 1994 die Versorgung lettischer Holocaust-Überlebender mit Kleidung, Medikamenten und Geld. In ihrer Erklärung betonten Dr. Paul Reiter und Ulrich Kriegesmann, dass „nicht die Schuld der heutigen Generation in unserem Land, sondern die Verantwortung dafür, dass sich eine derartige Barbarei nie wiederholen möge, unser aller Handeln bestimmen“ müsse. Das Erinnern sei gleichzeitig auch eine Befreiung. Gerade Lehrerinnen und Lehrer seien dazu prädestiniert, im Kontakt mit den jungen Menschen diese Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht wachzuhalten, aufzuarbeiten und gleichzeitig für die Zukunft produktiv zu wirken. Dies hat beide Lehrerorganisationen PhV und GEW hier in Bochum gleichermaßen dazu bewogen, die Spende denjenigen zukommen zu lassen, die die teils in ärmlichen Verhältnissen lebenden Holocaust– Überlebenden tatkräftig unterstützen und die Gedenkstätten ehrenamtlich pflegen.«

 
 
 
 


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