Mittwoch 10.04.13, 17:39 Uhr

Einenkel fordert faire Verhandlungen

Zu den aktuellen Äußerungen des Managements von General-Motors und Opel erklärt der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel: »Bereits im Sommer 2012 wurde festgelegt, dass zur Sanierung und weiteren Finanzierung der europäischen Opel-Werke das Bochumer Werk als Fahrzeugwerk geopfert werden sollte. Genau zum 50. Jubiläumstag legte das Unternehmen der Belegschaft den Schließungsplan für 2016 vor. Kurz danach wurde ein Tarifvertrag zur Abstimmung gestellt, in dem die Bochumer Opel-Beschäftigten betriebsbedingten Kündigungen und der sozialverträglichen Abwicklung ihres Werkes zustimmen sollten. Verbindliche Zusagen über Ersatzbeschäftigung sowie konkrete Investitionsplanungen als Ersatz für die wegfallende Fahrzeugproduktion fehlen in diesem Vertrag. Dies wurde auch von der IG Metall-NRW kritisiert. 83% der Bochumer Opel-Belegschaft sind Mitglieder der IG Metall. Die Bochumer IG Metall-Mitglieder haben am 21. März 2013 mit 76 % diesen Tarifvertrag abgelehnt und neue Verhandlungen gefordert.
Der erneut angekündigte Auslauf der Zafira-Produktion bereits Ende 2014 und die Verlagerung in ein anderes Werk würde bedeuten, dass bestehende Zusagen des Vorstandes und des Aufsichtsrates, die Bochumer Fahrzeugproduktion bis mindestens 2016 aufrecht zu erhalten, nicht eingehalten werden. Gleichzeitig würde das Aus für die Bochumer Fahrzeugproduktion tausende Arbeitsplätze in der gesamten Region bedrohen und enorme soziale Konflikte bedeuten.
Der Bochumer Betriebsrat hat immer seine Bereitschaft zu fairen Verhandlungen erklärt. Wir brauchen eine verbindliche Perspektive für die Menschen bei Opel, für das Werk, für die Beschäftigten der Zulieferindustrie und für die Region.
- Wir brauchen die Öffnung der außereuropäischen Märkte für Opel-Fahrzeuge.
- Stärkung und Wachstum für die Marke Opel geht nicht ohne Opel-Bochum. «

 
 
 
 


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