Donnerstag 07.03.13, 07:25 Uhr
Workshop: Die aktuelle Protestbewegung der Geflüchteten und...

…die Lebenssituation
Asylsuchender in Deutschland

Am Montag, den 11. März findet um 20 Uhr im Sozialen Zentrum in Bochum ein Workshop im Rahmen der “Refugees’ Revolution” – Bustour statt. Die ReferentInnen, die selbst mit ungesichertem Status in Deutschland leben, werden dort von den Hintergründen der mittlerweile europaweiten Proteste von Geflüchteten gegen ihre Entrechtung, Isolation und ein Leben in ständiger Unsicherheit berichten. Weitere Themen werden die Planungen zukünftiger Protestformen und der Selbstorganisation von Geflüchteten sein, aber auch der Umgang mit den Drohungen und Einschüchterungsversuchen der Behörden gegen die Protestierenden. In der Einladung heißt es: »Nach dem Workshop gibt es die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch. Willkommen sind alle Interessierten, die Menschenrechte für nicht teilbar halten!

Am Tag der Veranstaltung wird die Bustour der streikenden Asylsuchenden Bochum erreichen. Diese Tour ist Teil der seit Anfang 2012 gewachsenen selbstorganisierten Bewegung von Flüchtlingen, die nach dem Suizid eines Geflüchteten in Würzburg, der den unmenschlichen Bedingungen für Asylsuchende in Deutschland nicht mehr standhalten konnte, aus ihren Lagern gingen, um für die Abschaffung der unmenschlichen Abschiebegesetze und der “Residenzpflicht”, sowie für die Schließung aller Lager zu kämpfen.
Seit dem 26.02.2013 sind die Refugees und ihre Unterstützer_innen vom Oranienplatz in Berlin aus mit der “Refugees’ Revolution Bustour” unterwegs durch verschiedene Bundesländer. Die Tour hat das Ziel, im gesamten Bundesgebiet in Flüchtlingslagern und angrenzenden Städten über die Proteste zu informieren und Geflüchtete und Asylbewerber_innen zur Teilnahme einzuladen.
Von den zuständigen Behörden in Bayern aufgezwungen, wird nun auch die akute, unverhohlen politisch motivierte Abschiebe-Bedrohung eines der Aktivist_innen Thema während der Bus-Tour sein: Dem Flüchtlings-Aktivisten Patras Bwansi aus Uganda wurde am 21.02.2013 persönlich sein Abschiebungsbescheid mit sofortiger Vollziehbarkeit ausgehändigt, nachdem er seit Oktober letzten Jahres im Protestcamp am Oranienplatz gelebt hatte und eine der regelmäßig medial in Erscheinung tretenden Figuren der Flüchtlingsproteste im Kampf für ein menschenwürdiges Leben ist. Ihm droht nun jederzeit die Inhaftierung und darauf folgende Abschiebung.«

http://refugeesrevolution.blogsport.de/
http://asylstrikeberlin.wordpress.com/
http://www.refugeetentaction.net/index.php?lang=de
https://www.facebook.com/solidarity.asylumseekers.berlin
Petition gegen die Abschiebung von Patras Bwansi unter:
http://www.activism.com/de_DE/petition/politisch-motivierten-ausweisungsbescheid-gegen-patras-bwansi-aufheben-kriminalisierung-und-einschuechterung-beenden/42575#signnow

 
 
 
 


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