Dienstag 06.11.12, 19:53 Uhr

CDU will Nazi-Denkmal
im Stadtpark auferstehen lassen

Die Nazi-Einweihung des Denkmals und die abgesägten Krieger
Die Linksfraktion macht auf eine Initiative der CDU aufmerksam, die erneut unterstreicht, dass ultra rechte  Positionen – in diesem Fall gepaart mit extremer Dummheit – eine wichtige Rolle in der örtlichen CDU spielen: »Für die morgige Bezirksvertretung Mitte regt die CDU an, das Kriegerdenkmal von 1935 wieder im Eingangsbereich des Bochumer Stadtparks aufzustellen. Damit soll angeblich der Künstler Walter Becker geehrt werden, der als „entarteter“ Expressionist von den Nazis verfolgt wurde, und den die CDU fälschlicherweise für den Erbauer des Denkmals hält. Tatsächlich war für die Gestaltung der Dortmunder Bildhauer Walter Becker verantwortlich, der mit dem anderen Becker nur den Namen gemeinsam hat. „Von Militaristen geplant und den Nazis für ihre Kriegsvorbereitungen instrumentalisiert, plant die CDU jetzt die Wiederauferstehung eines reaktionären Kriegerdenkmals“, ärgert sich die Fraktionsvorsitzende Der Linken in der BV Mitte, Karin Plagge.
„Das ist geschichtsvergessen und ein Skandal. Alte Nazidenkmäler haben in Bochum nichts verloren. Obendrein hat die CDU auch noch die Künstler verwechselt, gerade so als würde Naziästhetik und Expressionismus nicht Welten trennen.“
Das Denkmal zweier Soldaten wurde 1926 vom 4. Magdeburgischen Infanterieregiment Nr. 67 geplant, um ihren Gefallenen im 1. Weltkrieg zu ehren. Die Einweihungsfeier 1935 nutzten die Nazis, um die Bochumer auf den nächsten Krieg einzuschwören. 1983 wurden die beiden im nationalsozialistischen Stil errichteten Soldaten, von denen einer mit Hakenkreuz geschmückt war, des Nachts von engagierten Bürgern abgesägt und liegen seitdem im Bochumer Stadtarchiv. Und dort sollen sie nach Meinung der Linken auch bleiben!«

2 LeserInnenbriefe zu "CDU will Nazi-Denkmal
im Stadtpark auferstehen lassen" vorhanden:

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6. Nov. 2012, 22:11 Uhr

LeserInnenbrief von gundlach:

Aber das ist ja auch was schönes, so zeigt die CDU wie nahe sie den Nazis doch sind. Und so erklärt es sich auch warum es zu den 10 NSU Morden kommen konnte.


 

7. Nov. 2012, 10:49 Uhr

LeserInnenbrief von Volker Steude:

… die CDU kümmert sich doch auch immer wieder die wichtigsten Themen.

Vorschlag: Man könnte das Denkmal im abgesägten Zustand wieder aufbauen (Bild rechts). Das hätte Symbolwirkung.


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