Dienstag 28.08.12, 07:54 Uhr
Der Arbeitskreis Umweltschutz zum geplanten Konzerthausbau:

Platanen unbedingt erhalten

Der Arbeitskreis Umweltschutz (AkU) schreibt: »Die Stadt plant jetzt bereits 19 statt wie vor ein paar Tagen nur 13 Platanen für das Musikzentrum zu opfern. Dies muss aus Gründen der Anpassung an die Folgen des Klimawandels in der Hitzeinsel Innenstadt unbedingt unterbleiben. Bedingt durch den Klimawandel werden sich Sommertage (mehr als 25°C) in den nächsten 2 – 5 Jahrzehnten mindestens verdoppeln, heiße Tage (mehr als 30°C) sogar mehr als verdreifachen. Auch Tropennächte (mehr als 20°C) nehmen stark zu. Während der Hitzeperiode 2003 gab es in Essen 60 zusätzliche Hitzetote. Das sind 30% mehr Tote als sonst. Es handelt sich hierbei keineswegs um Personen, welche durch die Hitze nur einige Tage früher gestorben sind. Europaweit gab es mindestens 35000 zusätzliche Todesfälle.
Die Stadt lässt z. Z. zwar ein Klimaanpassungskonzept von der Ruhr-Uni erstellen. Ergebnisse sollen Ende diesen Jahres vorliegen. Parallel werden in der Innenstadt mehrere Bebauungspläne umgesetzt, z. B. Citytor Süd, Viktoriaviertel mit dem Musikzentrum, ohne die Auswirkungen auf das Innenstadtklima zu berechnen. Dies ist seit 1997 mit einem kostenlosen Programm möglich. Der AkU fordert die Auswirkungen der Pläne im Vergleich zu einem locker mit großkronigen Bäumen bepflanzten Park zu berechnen und in die Planungen einzubeziehen. Sonst muss man Stadt und Politik vorwerfen, Hitzetote in Kauf zu nehmen.
Lesen Sie auch:
http://www.aku-bochum.de/2009/aku-fordert-baume-statt-gebaude-gegen-den-klimawandel/
sowie in einem offenen Brief an die Oberbürgermeisterin und die Ratsfraktionen.
http://www.aku-bochum.de/2009/offener-brief-an-die-burgermeisterin-aku-fordert-baume-statt-gebaude-gegen-den-klimawandel/«

 
 
 
 


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