Donnerstag 01.03.12, 14:18 Uhr
Grüne Hochschulgruppe und Internationale Liste gehen getrennte Wege

Die RUB bekommt einen rechten AStA

Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) an der Ruhr-Universität Bochum beendet mit sofortiger Wirkung die Listengemeinschaft mit der Internationalen Liste (IL) und schreibt: »Seit 2008 trat die IL als Teil der Grünen Hochschulgruppe zu den Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) an der Ruhr-Universität Bochum an. Aufgrund starker politischer Differenzen ist dieses Bündnis nicht weiter tragfähig. Zum Bruch kam es aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen zur Bildung eines neuen AStAs. Nachdem wir uns vor der Wahl darauf verständigt hatten, im Falle eines Wahlsieges die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren bisherigen Partnerinnen (Linke Liste und Schöner Wohnen in Bochum) fortzusetzen, äußerte die IL nach der Wahl nahezu geschlossen den Willen, eine Koalition mit der Juso-Hochschulgruppe sowie der NAWI eingehen zu wollen. Nach zahlreichen Treffen sowie erfolglosen Kompromissvorschlägen haben wir nun den Entschluss gefasst, die Zusammenarbeit mit der IL zu beenden.
Den deutlichen Wahlsieg der grün-linken Koalition haben wir als Auftrag der Wählerinnen und Wähler zur Fortsetzung unserer Arbeit gewertet. Dass die IL trotz steigender Unterstützung für die aktuelle Koalition einen Kurswechsel vollziehen möchte, bleibt für uns unverständlich.
Die GHG steht für eine politische, soziale, ökologische und progressive Studierendenvertretung im AStA. Dieses Selbstverständnis widerspricht einer Koalition mit der NAWI.
Daher werden wir nach vier Jahren im AStA in die Opposition gehen. Wir bedauern diese Entwicklung sehr. Wir hätten gerne weiterhin gemeinsam mit der Internationalen Liste, der Linken Liste und Schöner Wohnen in Bochum die Studierenden vertreten. Trotz aller Differenzen möchten wir uns bei der Internationalen Liste für die über vier Jahre lange Zusammenarbeit bedanken, die in vielen Bereichen bis zuletzt sehr positiv und fruchtbar war.«

11 LeserInnenbriefe zu "Die RUB bekommt einen rechten AStA" vorhanden:

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1. Mrz. 2012, 14:57 Uhr

LeserInnenbrief von NutzerIn:

Boah, ist das schäbig. Die ziehen den Wahlbetrug ernsthaft durch.

Bedeutet das jetzt, dass nun einen Monat nach der Wahl eine Liste im Studierendenparlament sitzt, die überhaupt nicht auf dem Wahlzettel stand? Eine Liste, die NIEMALS sechs Sitze bekommen hätte, wenn sie unter ihrem eigenen Namen angetreten wäre und die WählerInnen nicht über ihre Ziele und Vorhaben getäuscht hätte?

Eine Liste im Parlament, die man niemans wählen konnte – Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Vor- oder Postdemokratische Zustände sind. Betrug an den Wählerinnen und Wählern ist es allemal, wenn man auf einer Liste kandidiert, die vor der Wahl das eine beschlossen hat, und nach der Wahl die Mandate von dieser Liste klaut und das Gegenteil macht.

Diese IL-Leute sollten so schnell wie möglich von ihren durch Lug und Trug erworbenen Parlamentssitzen zurücktreten, wenn sie morgen noch in den Spiegel gucken wollen, ohne sich vor sich selbst zu schämen.


 

1. Mrz. 2012, 15:18 Uhr

LeserInnenbrief von Nicole:

Sehr schön aus der BSZ kopiert lieber Schreiber. Dein verdienst war anscheinend nur die Titelvergabe, die nichts mit dem Artikel zu tun hat. Daumen hoch für deine kreativität und deine Meinung! ;) Es wäre natürlich deine Arbeit, wenn du den Artikel in der BSZ selbst veröffentlicht hättest *hust*

Weiterhin: Wer ist hier rechts? was meinst ihr dauernd mit rechts?

Es ist immer einfacher Leute in eine Schublade zu stecken, weil sie nicht eure Meinung vertreten. Viele von euch machen die Augen nicht auf.

Viele von euch sind Lebenskünstler, weil sie ihre Augen geschlossen halten und sich die Bilder, nach denen sie leben wollen, im Kopf gestalten.

Toll gemacht!
Super!


 

1. Mrz. 2012, 15:26 Uhr

LeserInnenbrief von Nicole:

Sorry, das ist kein Auszug aus der BSZ sondern ein Auszug aus der Homepage der GHG.

lg


 

1. Mrz. 2012, 16:49 Uhr

LeserInnenbrief von Student:

Hm, Nicole du weißt aber schon, was diese komischen Zeichen, Anführungszeichen oder Gänsefüßchen genannt, bedeuten? Natürlich ist die Meldung ein Zitat der GHG-Erklärung. Steht doch auch ausdrücklich da. *facepalm*

Was das eigentliche Thema angeht:

Ob die GHG-Abspalter sich überhaupt bewusst sind, was sie da anrichten? Wähler sind ja auch nicht ganz doof. Wenn es wirklich so ist, daß man sich noch nicht mal drauf verlassen kann, daß die Leute, die für eine bestimmte Liste ins StuPa gewählt werden, auch deren Politik machen, dann braucht man ja überhaupt nicht mehr wählen zu gehen. Das sieht eine Mehrheit der Studenten schon jetzt so. Und diese Volltrottel sorgen jetzt dafür, daß auch alle anderen Unipolitik für eine Witznummer halten müssen. Na vielen Dank auch – dafür, daß ihr der studentischen Selbstverwaltung insgesamt so grundsätzlich schadet. Ich hoffe, ihr werdet von euren Kommilitonen in euren Veranstaltungen, in der Mensa und auf Partys dafür ebenso deutlich angesprochen wie Fabian Ferber für den Mist, den er verbockt hat…


 

1. Mrz. 2012, 18:06 Uhr

LeserInnenbrief von aufmerksame leserin:

@Nicole: Du hast offenbar das Konzept von Bo-Alternativ nicht verstanden. Hier werden Nachrichten verschiedener linker und alternativer Initiativen und Strömungen dokumentiert. Deshalb fängt der Artikel ja an mit: Die GHG … schreibt: »…«


 

1. Mrz. 2012, 18:29 Uhr

LeserInnenbrief von dwayne:

Mich würde auch interessieren, was hier mit “rechts” gemeint ist. Kann es sein, dass dieses Links-Rechts-Konzept schon lange nicht mehr funktioniert? Ich wüsste zumindest nicht, was an NaWi, GeWi, Sozialdemokraten und der Interessenvertretung der Ausländer/innen “rechts” sein soll.


 

1. Mrz. 2012, 19:56 Uhr

LeserInnenbrief von Rudi:

Dieses Links-Rechts-Ding interessiert mich hier auch nicht. Die Grünen hätten diese Frage mal vor der Wahl klären müssen. Es scheint ja so, dass beide Teile der GHG schon vor der Wahl eine andere Idee von der “gemeinsamen” Zukunft haben. Dann hätten wir heute – so oder so – klarere Verhältnisse.

Und die lili hat die letzten drei Wochen anscheinend verschlafen. So ein Mist.


 

2. Mrz. 2012, 02:03 Uhr

LeserInnenbrief von Besserwisser:

@Rudi:

Die LiLi hat in den vergangenen drei Wochen nichts verschlafen. Sie verbindet lediglich nicht gleich jedes Gesprächsangebot mit großem Presse-Tammtamm.

Auch mal über Folgendes nachgedacht: Wenn es ernsthaft darum geht, alte Gräben zu überwinden, kann es durchaus sinnvoll sein, das seriös und in Ruhe zu versuchen, anstatt laut in der Gegend rum zu krakelen.

Ich bekomme das alles ja nur am Rande mit, aber habe gerade das Gefühl, daß die einzige Liste, die gerade eine gute Figur macht, die LiLi ist. Und wie ich gerade eben hier auf bo-alternativ gelesen habe, hat sich die LiLi ja auch gerade zu Wort gemeldet. Dir empfehle ich insbesondere den letzten Absatz.


 

2. Mrz. 2012, 06:35 Uhr

LeserInnenbrief von Rudi:

@Besserwisser:

Nenn es Attitüde, okay. Aber nach dem, was ich so aus Reihen der Grünen mitbekam, war die Entwicklung klar. So ein Mist.


 

2. Mrz. 2012, 10:08 Uhr

LeserInnenbrief von Yaron:

Die Internationale Liste hat sich nicht nur durch Betrug ins Parlament geschmuggelt, sondern stört mit ihrer Ausrichtung den Campus-Frieden. Ihr offen zur Schau gestellter Antisemitismus und ihr Aufruf zum Israel-Boykott kann und wird an der RUB nicht unbeantwortet bleiben.


 

2. Mrz. 2012, 10:53 Uhr

LeserInnenbrief von werner:

weil ja immer wieder gefragt wird, warum leute den neuen asta für rechts halten, sei hier darauf geantwortet.

erst einmal fällt auf, dass nicht so ganz klar ist, warum ein asta sich aus konservativen religiösen studies, der seit 10 jahren völlig dubiosen juso-hochschulgruppe mit ihrer selbstbedienungsmentatlität (erinnert sei an die unglaubliche pleiteparty vor einigen jahren) und der nawi, die vom asta vor allem will, dass dieses nichts machen soll, gebildet werden soll. gemeinsam ist denen, dass sie die linken von ghg, lili und swib raus haben will. die haben kritische hochschulpolitik statt anbiederung bei profs und politik gemacht und das allgemein politische mandat wahrgenommen. der asta soll unter den neuen koalitionären wohl auf ein unternehmen reduziert werden, also pure neoliberale ideologie. die für die ghg/lili/swib asta wichtige finanzierung von initiativen wird wohl unter ideologische prämissen gestellt. wer kritische veranstaltungen oder aktivitäten entwickelt, wird wohl kaum mehr finanziert (ausnahme wird hier nur eine spezifische form von religiösen veranstaltungen sowie israelkritik sein). für die bisherigen asta galt, alle inis (ohne politische vorbewertung) sollten im rahmen des möglichen unterstützt werden (mit der einzigen aber wohl absolut unstrittigen einschränkungen, dass nichts finanziert wird, was rassistisch, frauenfeindlich oder homophob ist.)

ein neoliberaler, die uni-hierachien anbetender asta mit fundamentalistisch religiösen einsprengseln, dessen einziger gemeinsamer nenner der hass auf linke ist. also wenn das nicht als rechts zu bezeichnen ist.


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