Mittwoch 13.04.11, 22:00 Uhr

Konzertantes Pfeifen im Wald

Das Presseamt der Stadt Bochum hat heute ein “Presseinfo der Stadt Bochum und der Stiftung Bochumer Symphonie” mit dem Titel “Das Musikzentrum nimmt Fahrt auf!” und dem Datum 18. April 2011 (also nächsten Montag) veröffentlicht. Hierin wird ganz laut im Wald gepfiffen. Die Geschäftsführerin der Stiftung wird zitiert: „Seit dem Baubeschluss des Bochumer Rates im letzten Monat können wir wieder mit großem Optimismus und dementsprechender Überzeugungskraft potentielle Spender ansprechen. Bei uns herrscht Aufbruchstimmung!” Gestern war bekannt geworden, dass die Bezirksregierung der Stadt die Kreditgenehmigung für 870 000 Euro als ersten städtischen Beitrag für das geplante Musikzentrum verweigert hatte. Dies ist nach der heutigen Verlautbarung aber kein Problem: “Nachdem die Kreditgenehmigung für diesen Teil des kommunalen Investitionsplans zunächst von dort zurückgestellt wurde, da man dort für 2011 absehbar keine Baumaßnahmen und damit keinen Finanzbedarf sah, hat die Kommunalaufsicht nach Klärung dieser Fragen noch am Mittwoch dem am Montag übermittelten Antrag entsprochen und den erforderlichen Mittelanteil für die Beauftragung der Projektsteuerung genehmigt.” Im Mittelpunkt der Pressemitteilung steht eine Zusage des Stiftungsvorsitzenden Jorberg: “Im Ältestenrat der Stadt Bochum teilte Thomas Jorberg gestern außerdem mit, dass die „Stiftung Bochumer Symphonie“ die Kosten des Architektenwettbewerbs übernehmen wird. Das wurde dort mit großer Freude aufgenommen, da mit der im Ratbeschluss geforderten rechtssicheren Zusage aller Gelder so schnell nicht zu rechnen ist. Ferner wird die Stiftung aus ihren vorhandenen Mitteln dem Land gegenüber eine feste Zusage geben, sich in gleicher Höhe wie die zusätzlichen Landesmittel (7 Mio. €) zu beteiligen.” Völlig vergessen scheint dabei, dass die Stiftung vor wenigen Monaten eine Finanzierungszusage nicht eingehalten hat und die Stadt auf den Planungskosten sitzen blieb. Siehe Meldung vom 18.10.2010: 1,4 Millionen Euro in den Sand gesetzt.

 
 
 
 


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