Mittwoch 16.02.11, 19:38 Uhr

Gänserreiterritual in Bochum-Höntrop

Die Linksfraktion im Rat hat in einer Anfrage an die Verwaltung Auskunft darüber verlangt, welche Möglichkeiten es gibt, das Ritual des Gänsereitens zu unterbinden. Die Anfrage Im Wortlaut: »Alljährlich vollzieht sich ein – aus Sicht der Linksfraktion grausames und überholtes Ritual – das Gänsereiten. Bisher ging Die Linke im Rat davon aus, dass es gegen dieses Treiben keine rechtliche Handhabe gibt, da es sich um eine private Veranstaltung handelt, bei der lediglich tote Tiere misshandelt werden. Nun meldeten sich TierschützerInnen auf der Internetplattform bo-alternativ zu Wort. Nach ihrer Darstellung war es in anderen Kommunen Behörden und Politik möglich, das Gänsereiten zu unterbinden.

Laut Wikipedia wurde in Werl das Gänsereiten bereits 1961 eingestellt, weil es als nicht mehr zeitgemäß eingestuft wurde. In Bochum-Sevinghausen wird den JunggänsereiterInnen nach Intervention des Jugendamts Bochum seit 2006 nicht mehr mit echten Gänsen geritten. Stattdessen werden an einem Kreis herunterhängende Hufeisen verwendet. Die Kinder müssen versuchen, diese mit ihrer Reitgerte zu durchstechen.
Vor diesem Hintergrund fragt die Linksfraktion:
Hat die Verwaltung oder der Bochumer Rat, die Möglichkeit, das Ritual des Gänsereitens in Höntrop zu unterbinden?

8 LeserInnenbriefe zu "Gänserreiterritual in Bochum-Höntrop" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Gänserreiterritual in Bochum-Höntrop" als RSS


 

16. Feb. 2011, 21:27 Uhr

LeserInnenbrief von Christoph Nitsch:

Warum so legalistisch, liebe Linke im Rat?
Die Verwaltung oder der Rat sollen eine Möglichkeit zur Unterbindung dieses widerwärtigen Rituals prüfen…
Boykottaufruf?
Unterschriftensammlung?
Bunter, kreativer Protest?
Schonmal davon gehört?
Oder ist das zu arbeitsaufwändig?
Da ist vielleicht mal Initiative gefordert!


 

16. Feb. 2011, 21:49 Uhr

LeserInnenbrief von Gustav Gans:

Infos zu Protestaktionen unter http://www.tierrechtsnetz.de
sowie auf facebook,wer-kennt-wen und meinVz

:-)


 

17. Feb. 2011, 11:57 Uhr

LeserInnenbrief von Wolfgang Dominik:

Alle “Rituale” einer Gesellschaft sind Widerspiegelungen ihrer polit-ökonomisch-barbarischen Rahmenbedingungen.


 

17. Feb. 2011, 19:10 Uhr

LeserInnenbrief von Marco:

Dieses barbarische Ritual ist unbedingt zu verbieten,
es kann nicht sein das in aller Öffentlichkeit toten Vögeln der Kopf abgerissen wird,nur um die Kreatur danach zu verspeisen,wiiiderlich!!!
So etwas muß in abgeschirmten Bereichen wie Schlachhöfen geschehen,Mitbürger dürfen dieser Gewaltorgie unter keinen Umständen ausgesetzt werden.Das ganze als “Brauchtum” zu verschleiern macht es nur noch schlimmer,ähnlich dem Schächten was von Islamisten praktiziert werden soll.Unsere friedvolle Gesellschafft ist bereit für ein Verbot des “Gänsereitens”.Auf nach Brüssel,nur von dort kann man im Moment noch Hilfe erwarten.
Verbieten,verbieten,verbieten!!! Nur Verbote helfen uns heute noch um die Menscheit auf den Pfad der Tugend zu führen !!! Verbote sind das! “Gebot” der Stunde !!!! Wir brauchen mehr Verbote !!


 

2. Mrz. 2011, 10:30 Uhr

LeserInnenbrief von Antonietta:

gegen das Gänsereiten:
Überwiegend im Ruhrgebiet wird das sogenannte Gänsereiten als karnevalistische Gaudi betrieben.
Tote Gänse werden kopfüber aufgehängt, und geistlose Menschen reiten auf Pferden darunter her und versuchen den Gänsen den Kopf abzureißen. Auch in Holland, Belgien und Spanien, das als Ursprungsland gehandelt wird, praktizieren einige Menschen dieses Ritual – teilweise sogar noch mit lebenden Tieren.


 

2. Mrz. 2011, 14:58 Uhr

LeserInnenbrief von Dr.Klaus Heine:

Sehr verehrte Frau Dr.Ottilie Scholz,
am Samstag, den 26.02.2011haben wir Bochum besucht, da unser Sohn sein Studium in Bochum beginnen möchte. Durch die Tierschutzpartei-Nordrhein-Westfalen und das Bündnis gegen das Bochumer Gänsereiten haben wir von diesen Machenschaften erfahren.
Wir sind entsetzt, welche perversen “Spielchen”,-(wenn auch mit getöteten Tieren) vor den Augen von Kindern, Jugendlichen und sich angewidert betroffenen Erwachsenen noch im 21.Jahrhundert abgehalten werden. Sollte nicht einer derartigen Verrohung von Verhalten auch gegen tierische Leichname Einhalt geboten werden, wenn wir uns schon oft unbotmäßiges Verhalten von jungen Menschen in Straßembahnen, Bussen etc. in der Öffentlichkeit bieten lassen müssen? Woher kommt das wohl? Wir klagen über Internetgewalt, über gewalttätige PC-Spiele, aber lassen selbst diese abartigen Abläufe zu.
Wir bitten Sie um ein Abstellen dieser scheußlichen Wettkämpfe! Es gibt andere Möglichkeit, zu gegebener Zeit Geschicklichkeit,- auch zu Roß, zu beweisen. Wozu haben wir Menschen unseren Geist und Phantasie, um nicht in eine mittelalterliche Mottenkiste zu greifen, die unseren Werten aus unserer Kultur nie entsprechen kann. Leichenfledderei paßt ganz besonders nicht in deutsche Lande, weder an Mensch und auch nicht an Tier. dazu müssen wir auch nicht auf den Tierschutz hinweisen, sondern müssen dies schon aus ureigenem Empfinden abstellen. Wohin sind die Menschen schon wieder abgerutscht, daß es SOWAS immer noch gibt?
Ich schäme mich dafür!


 

5. Mrz. 2011, 09:09 Uhr

LeserInnenbrief von Alex Mauring:

Sehr geehrte Damen und Herren.
Ich kann diesen Tumult um das Gänseeiten so gar nicht verstehen. Ich lebe mit Hunden und Pferden zusammen, ich achte Tiere, versuche sie so gut es geht zu schützen und zu pflegen.
Ich reite seit 35 Jahren (ich selbst bin 42) und kenne den Brauch des Gänsereitens schon aus Kindertagen.
Die Gänse sind bereit tot und den Ausdruck der Leichenfledderei ist lächerlich.
Ich darf hier bitte nur eine kleine Frage stellen:
Wie viele von Ihnen, den Tierschützern, essen Schwein, Fisch und auch Hühner?? Ich darf Sie freundlich bitten, sich einmal die Maschinen anzusehen, die Ihr Huhn rupfen, töten und verpackungsfertig machen. Echt lecker, Tierquälerei hoch zehn. Und im Vergleich zum Gänsereiten, welche Tier könnte denn nun mehr leiden? Die Gans, die für eine uralte Tradition ihren Kopf hinhält und Ihr Mittagsessen???
Viel Spaß beim Karneval und weiter guten Hunger
Eine Wattenscheiderin


 

9. Mrz. 2011, 16:42 Uhr

LeserInnenbrief von Andreas Krause:

Liebe “Wattenscheiderin”,

Sie haben mit Ihrem Schreiben versucht Tierrechtler zu diskreditieren indem sie ihnen ebenfalls Mißbrauch vobn Tieren vorwerfen, nämlich den Verzehr oder sonstige Nutzung; aber diese Vorgehensweise um vonm eigentlichen Thema abzulenken ist nicht nur altbekannt sondern auch leicht zu durchschauen ;-)
Wohl kaum jemand der sich für Tierrechte einsetzt wird wohl Tiere oder irgendwelche Produkte aus ihnen nutezen; bitte bedenken Sie, Tierrechtler ist ungleich Tierschützer ;-)………..es geht nicht darum Fiffi und Minka zzu verhetscheln und gleichzeitig dem Schlachter seine Bilanz zu verbessern, nein, es geht um Rechte für alle Lebewesen! Und ja, meine Kinder und ich wir leben vegan, ich bin 51 Jahre alt, meine Kinder zwischen 11 und 17, wir sind gesund und es fehlt uns an nix.


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