Freitag 02.04.10, 11:00 Uhr
Ostermarsch Rhein Ruhr

Gemeinsam gegen Atomwaffen und Krieg

Ein Kommentar von Felix Oekentorp

Der vom 3. bis zum 5. April 2010 stattfindende Ostermarsch soll an die nunmehr 50jährige Tradition unserer Bewegung erinnern und ein Zeichen gegen die weitere Militarisierung der Innen- und Außenpolitik der Bundesregierung werden. Auch im Ruhrgebiet wollen wir demonstrativ deutlich machen, dass die beabsichtigte Ausweitung des Kriegsgeschehens in Afghanistan und die deutschen Beteiligung daran, nicht unwidersprochen hingenommen wird. Die eindeutige Meinung der Mehrheit der Bevölkerung darf nicht durch eine kriegsbereite Parlamentsmehrheit ins Gegenteil gewendet werden.
Durch den großen und langjährigen Druck gegen Atomwaffen haben wir die Bundestagsmehrheit zu einem Antrag nötigen können, der die Bundesregierung auffordert, die Rolle der Nuklearwaffen in der NATO-Strategie zurückzuführen, das START-I-Nachfolgeabkommen zu unterstützen und zu einem positiven Abschluss der NVV-Überprüfungskonferenz beizutragen.
Ein solcher Beschluss fällt nicht vom Himmel, den haben wir uns mit unserem langjährigen außerparlamentarischen Engagement erarbeitet. Natürlich sind Zweifel angebracht, nicht zuletzt weil keine konkreten Zahlen in dem verabschiedeten Antrag genannt sind. Doch bei aller berechtigten Skepsis: Es liegt an uns, jetzt dranzubleiben und den Druck noch ein wenig zu steigern.
Da ist der Ostermarsch genau das richtige Medium, ein Friedensdemo die zugleich eine Art Bildungs- und Begegnungsstätte auf der Straße ist. Man bekommt interessante Redebeiträge, kurzweilige Kulturbeiträge, leckere Imbisse und viele Kontakte zu netten Gleichgesinnten.
Am Samstag beginnt das ganze Geschehen mit dem Auftakt in Duisburg um 10:30 Uhr. Der Rheinlandmarsch findet am Samstag nachmittag ab 14 Uhr statt und ebenfalls am Samstag ist ab 16 Uhr ein Konzert im Gelsenkirchener Stadtgarten. Auf Rädern geht es am Sonntag weiter: Parallel zur Friedensfahrt der MotorradfahrerInnen in und um Köln wird von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne zum Bahnhof Langendreer geradelt. Und am Montag beginnt das Programm mit dem Friedensgottesdienst in BO-Werne. Anschließend geht es nach Stärkungen am Brühmannhaus zu Fuß nach Dortmund.

 
 
 
 


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