Donnerstag 28.01.10, 16:00 Uhr

Bodo wird 15 Jahre alt

Im Februar 1995 erschien die erste Ausgabe des Straßenmagazins bodo. 15 Jahre später hat sich vieles geändert. In einer Pressemitteilung von Bodo heißt es: “Das Straßenmagazin ist bunter, professioneller gestaltet, umfangreicher denn je. Der Verein bodo e.V. hat neue Arbeitsfelder erschlossen und beschäftigt neben den VerkäuferInnen des Straßenmagazins fast 40 Menschen in den Buch- und Trödelbasaren in Bochum und Dortmund, im Onlinevertrieb von Büchern und bei Transporten und Umzugshilfen: bodo schafft Stellen. In der Wohnungslosen- und Suchthilfe gibt es inzwischen erfolgreiche und gut vernetzte Hilfen der Kommunen, Wohlfahrtsverbände und der freien Träger. Wohnungslosigkeit ist trotzdem nicht verschwunden. Die Zahl prekärer Wohnverhältnisse, die von Armut und Überschuldung bedroht sind, steigt.

Für den Verein sind damit neue KlientInnengruppen hinzu gekommen: Zu bodo kommen immer mehr Menschen, die zwar mit Wohnraum versorgt sind, jedoch ohne Perspektive in Armut leben. Im Falle von Leistungskürzungen /-verweigerungen der Argen oder Sozialämter bietet bodo eine der wenigen legalen Möglichkeiten, vorübergehend das Existenzminimum zu sichern.
Gutes bleibt
Beim Blick in die erste bodo von 1995 fällt auf: Es ist immer noch die Verbindung von sozialen Reportagen, die Partei für die Schwachen ergreifen, und Berichterstattung über die (freie) Kulturszene und das “bunte Leben” im Ruhrgebiet, die bodo ausmacht.

Noch immer bietet das Straßenmagazin die Möglichkeit, einen ersten Schritt dahin zu tun, wieder ins Erwerbsleben einzusteigen. Der Verkauf des Straßenmagazins bietet neben einem (in der Regel kleinen) Zuverdienst, die Möglichkeit, sich selbstbestimmt eine Tagesstruktur zu erarbeiten und die Anerkennung zu erfahren, die der Verkauf eines guten Produktes bietet. bodo-Verkäufer betteln nicht.
Der Verein unterstützt diejenigen VerkäuferInnen, für die wieder mehr infrage kommt, bei den nächsten Schritten – z.B. durch die Aufnahme in unsere anderen Arbeitsbereiche.”

 
 
 
 


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