Montag 30.11.09, 16:00 Uhr

Audimax der Ruhr-Uni wieder besetzt

Heute Mittag nach der “Lunchtime Orgel” wurde das Audimax von ca. 100 Studierenden wieder besetzt. Der Sicherheitsdienst schloss daraufhin alle Türen bis auf eine Seitentür ab. Die BesetzerInnen schreiben: “Um 13:00 Uhr versammelten sich 100 Studierende der Ruhr-Universität Bochum, um sich das täglich um 13:15 Uhr stattfindende Orgelkonzert “Lunchtime Orgel” anzuhören. Auf Bitten der Anwesenden spielte der Organist das Protestlied “Auf die Barrikaden”, bei dem die Studierenden aufstanden und mitsangen. “Ich weiß, die Studienbedingungen sind anders als zu der Zeit, in der ich studierte. Es ist wichtig und richtig, dass ihr euch gegen diese Situation wehrt”, so Joachim Wollenweber, der Organist an diesem Tag, der sich mit den Protesten solidarisierte. Nach Beendigung des Konzertes riefen die Studierenden die erneute Besetzung des Audimax aus und versprachen den anwesenden Organisten, ihre Konzerte stattfinden zu lassen und diese nicht zu stören.

Sicherheitsdienst schließt Türen ab
Nur wenige Minuten nachdem sich die Besetzerinnen und Besetzer zum Plenum zusammensetzten, schloss der Sicherheitsdienst die Haupttüren von Innen ab. Das Plenum wurden sofort benachrichtigt. Es stellte sich heraus, dass der Zweck dieser Maßnahme eine Kontrolle der Besetzer_innen darstellte. So wurde es untersagt das Audimax zu betreten, während lediglich eine kleine Seitentür als Ausgang benutzt werden konnte. “Es ist zu vermuten, dass dies eine offizielle Anweisung des Rektorats ist und die eine Tür nur auf blieb, um dem Vorwurf der Freiheitsberaubung zu entgehen”, so Martin Schmidt, Referent im AStA.

Konstruktiver Dialog statt polizeiliche Räumung
Auf der Homepage des Bildungsstreiks Bochum (www.bildungsstreik-bochum.de) heißt es:
“Wir verlangen, dass wir diesmal nicht polizeilich geräumt werden, sondern dass ein konstruktiver Dialog entsteht. Wir sind weder eine Gefahr noch ein Hindernis für diese Universität. Wir, die Studierendenschaft sind die Universität, wir haben ein Recht auf diesen Raum. Sollte man uns erneut mit Polizeigewalt entfernen wollen, um eine wirkungsvolle Organisation des Bildungsstreikes im Raum Bochum zu verhindern, so soll man wissen, dass wir das Audimax jeder Zeit wiederbekommen werden. Wir wollen das Gebäude halten, denn wo sonst als am zentralsten Ort der Ruhr-Uni Bochum sollten die studentischen Belange ein Gehör bekommen können? Wir werden bleiben und sollte man uns entfernen, so kommen wir wieder. Und wieder. Und wieder.” Unmittelbar nachdem sich die Nachricht der erneuten Besetzung im Internet vebreitete und klar wurde, wie ablehnend sich das Rektorat gegenüber den Studierenden verhält, solidarisierte sich die NRW-Linke mit den Besetzern: “Herzlichen Glückwunsch und unsere volle Solidarität rund um die Aktionen an der RUB! Wann immer wir es schaffen, werden wir zu Euch kommen! Wann immer ihr Unterstützung braucht: Meldet Euch!”, heißt es in einer E-Mail von von Katharina Schwabedissen, Landesvorsitzenden der Die Linke NRW.”

Solidarität des Organisten

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8. Dez. 2009, 12:50 Uhr

LeserInnenbrief von Tom:

Dass der Sicherheitsdienst die Türen abschließt ist schon extrem krass und eigentlich ist auch jedem, der/die in dem Bereich arbeitet klar, dass man so was nicht tut. Mensch handelt sich auch als Security sehr schnell Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung oder Nötigung wegen so was ein.


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