Mittwoch 25.03.09, 09:00 Uhr

ver.di zur Finanz- und Wirtschaftskrise

Der ver.di Bezirk Bochum-Herne schreibt: »Finanz- und Wirtschaftsmanager haben unter den Augen der Politik die globale Wirtschaft an die Wand gefahren. Das Schreckgespenst „Wirtschaftskrise“ hat sich bereits gegen Ende des letzten Jahres als erschreckende Realität erwiesen. Berlin, 26. Januar 2009: Konjunkturpaket, Kurzarbeit, stagnierende Wirtschaft. Die Bundeskanzlerin Merkel kündigt „ein schwieriges Jahr” an. Es scheint, als würde sich seit Offenlegung der weltweiten Wirtschaftskrise die Erde ein wenig langsamer drehen. Jetzt, nachdem der Vorhang der Verschleierung verschwunden ist, sieht die Bevölkerung, dass es sich offensichtlich um eine Illusion handelte, im ‚freien‘ und ‚sicheren‘ Finanz- und Wirtschaftssystem zu leben. Die ‚Freiheit‘ der Märkte hat zu einer negativen Verselbstständigung geführt. Die ganze Welt lag offenbar in Fesseln. Es waren die Fesseln einer Kapital- und Wirtschaftsordnung, die die Völker jahrzehntelang als gelebte Normalität (in Form von Zins und Zinseszins) erfahren haben und die nun die negativen Auswirkungen durch eine Entfesselung des Kapitalismus zeigen. Zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger, zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zu Lasten ganzer Branchen. Zu Lasten ganzer Nationen.
In Zeiten wie diesen allgemeiner Panik oder gar Resignation zu verfallen ist weder problemlösend noch zielführend. Für Forderungen zu einer alternativen Wirtschafts- und Finanzpolitik einzutreten, jedoch allemal.
Daher rufen die DGB Gewerkschaften gemeinsam mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund am 16. Mai zu europaweiten Demonstrationen auf.
Der Ver.di-Bezirk Bochum-Herne will sich vorab mit einer Veranstaltungsreihe zu der Finanz- und Wirtschaftskrise durch Vorträge und Diskussionen inhaltlich auseinandersetzen.
Beginnend am Donnerstag, den 2. April 2009 um 17 Uhr, Ver.di Geschäftsstelle, Universitätsstraße 76, wird eine Veranstaltungsreihe „Die Finanz- und Wirtschaftskrise“ eröffnet.
Als Referent für diese Auftaktveranstaltung wird Prof. Heinz- J. Bontrup, von der Fachhochschule Gelsenkirchen, erwartet. Er ist Wirtschaftswissenschaftler und Sprecher der Arbeitsgruppe „alternative Wirtschaftspolitik“.«

 
 
 
 


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