Dienstag 10.06.08, 17:00 Uhr

Kulturvisionen der Stadtverwaltung

Das Presseamt der Stadt Bochum hat eine Mitteilung unter der Überschrift “ViktoriaQuartierBochum – Entwicklungskonzept für den Erlebnisraum Innnenstadt” veröffentlicht. In dem Text heißt es u. a.: “Mit ihren drei Kulturschwerpunkten – Innenstadt-West, Stadtparkviertel und ViktoriaQuartierBochum – definiert sich die Bochumer Innenstadt als einzigartiger Erlebnisraum innerhalb der Metropole Ruhr.” Der gesamte Text im Wortlaut: “1. Hintergrund
Für die Stadt Bochum eröffnet sich mit Blick auf das Kulturhauptstadtjahr 2010 auch die Chance zu neuen Stadtentwicklungskonzepten und zu zukunftsweisenden Wandlungsprozessen. Aus diesem Grund hat die Verwaltung ein Entwicklungskonzept für den „Erlebnisraum Innenstadt“ aufstellen lassen. Hierbei sind das Zusammenspiel der kreativen Quartiere der Innenstadt sowie die Aussagen zur Entwicklung des ViktoriaQuartierBochums im Süden der Innenstadt von zentraler Bedeutung. Mit ihren drei Kulturschwerpunkten – Innenstadt-West, Stadtparkviertel und ViktoriaQuartierBochum – definiert sich die Bochumer Innenstadt als einzigartiger Erlebnisraum innerhalb der Metropole Ruhr. Und die Stadt Bochum unterstreicht mit diesem Angebot nachdrücklich ihren Anspruch als Fest.Spiel.Platz der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Insbesondere das urbane ViktoriaQuartierBochum hat durch seine im Wachstum begriffene, ausbaufähige Nutzungsmischung von Kultur, Wohnen sowie Gewerbe und Dienstleistungen in zukunftssicheren Branchen wie der Kreativwirtschaft große ökonomische Potenziale, die nachhaltige Impulse auf die Gesamtstadt und die Region auslösen können. Einer städtebaulichen Aufwertung des ViktoriaQuartiers kommt somit besondere Bedeutung zu.
2. ViktoriaQuartierBochum
Rund um die Viktoriastraße beabsichtigt die Stadt Bochum in räumlicher Nähe zu den heutigen Ankerpunkten Schauspielhaus am südlichen Ende des Quartiers sowie dem Freizeit- und Ausgehviertel Bermuda3Eck weitere Theater, Wissenschafts- und Ausbildungsinstitute sowie andere Kultureinrichtungen anzusiedeln. Insbesondere die künftige Spielstätte der Bochumer Symphoniker neben der Marienkirche wird dazu beitragen, den regionalen Treffpunktcharakter des Quartiers noch zu stärken. Ziel ist es, das Quartier durch eine attraktive Mischung aus privatwirtschaftlichen und öffentlichen Kulturangeboten, durch die Ansiedlung von Unternehmen aus der Kreativwirtschaft, durch lebendige Gastronomie sowie nicht zuletzt durch neue attraktive Wohnangebote aufzuwerten und überregional zu positionieren. Verschiedene Kulturinstitutionen der Stadt – z. B. das prinz-regent-theater, das Junge Schauspielhaus sowie das Theater Total – haben Raumbedarf geäußert und könnten in den umzunutzenden Gebäuden im ViktoriaQuartierBochum eine neue und dauerhafte Wirkungsstätte finden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Akteure in der Stadt, die mit ihren konzeptionellen Ideen für Kultureinrichtungen ein großes Interesse an einer baulichen Realisierung in diesem Bereich haben. Durch die angestrebte Bündelung von öffentlichen und privaten Kultureinrichtungen und dazugehörigen Nutzungen kann ein innovatives Cluster geschaffen und ein Impuls für die südliche Innenstadt gesetzt werden.
3. Marienkirche und Bochumer Symphonie
Von zentraler Bedeutung ist die Entwicklung des Baufeldes „Bochumer Symphonie und Marienkirche“. Das Zusammenspiel der Marienkirche und der künftigen Symphonie auf der daran südlich angrenzenden Fläche sollte nicht nur über die gemeinsame Vorplatzgestaltung unter Einbeziehung der heutigen Straße Marienplatz städtebaulich und gestalterisch erfolgen, sondern sich auch in den Nutzungen ergänzen. Eine Theaternutzung mit Bühne, Probebühne und Künstlerbereich – wie z. B. dem prinz-regent-theater – in der Marienkirche könnte solch eine sinnvolle Wechselwirkung mit der Bochumer Symphonie erzielen. Von diesem baulichen und inhaltlichen Zentrum im ViktoriaQuartierBochum kann die Initialzündung für die Ansiedlung weiterer Angebote in den Bereichen Kultur und Kreativwirtschaft ausgehen.
4. City-Tor Süd
Die zentrale Entwicklungsfläche für private Unternehmen der Kreativwirtschaftsbranche ist das ehemalige Hauptbahnhofsgelände City-Tor Süd. Einige Unternehmen, die schon jetzt im Bermuda3Eck ansässig sind, könnten hierfür Entwicklungsmotor sein. Die etablierte riff-Halle sowie der bereits angegangene Umbau einer weiteren Halle im Bereich City-Tor Süd für Veranstaltungen von Frank Goosen können dazu beitragen. Die verbleibenden Flächen des Geländes sind entsprechend privatwirtschaftlich zu vermarkten und könnten sich zu einem beliebten mischgenutzten Quartier entwickeln. 5. Weiteres Vorgehen
Das Entwicklungskonzept zum ViktoriaQuartierBochum soll in der Ratssitzung am 25.06.2008 im Grundsatz beschlossen werden, um dann im Weiteren die Konkretisierungen der Planungen vorzunehmen und die einzelnen Maßnahmen mit dem Fördergeber Land zu verhandeln.”

 
 
 
 


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