Donnerstag 11.12.25, 11:54 Uhr
Gegen Raubtierkapitalismus – Für Mindestbeförderungsentgelte

Taxipleite ist ein deutlicher Warnschuss 1


Für Die Linke im Rat Bochum ist die Insolvenz der Taxigenossenschaft „Taxi Bochum eG“ ein deutliches Alarmsignal, das nicht länger ignoriert werden darf. »Leider liefert eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung vom 09. Oktober zur Situation des Taxigewerbes nur allgemeine Hinweise aber keine konkreten Maßnahmen.

Dazu die Fraktionsvorsitzende Wiebke Köllner: „Wir fordern die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten für Mietwagen, wie sie in Essen und anderen Städten bereits beschlossen worden sind. Diese müssen in enger Abstimmung mit den Taxiunternehmen ausgestaltet werden, um endlich eine faire und überlebensfähige Wettbewerbsgrundlage zu schaffen.“

Denn Uber und andere Plattformanbieter zerstören mit unfairem Wettbewerb und Kampfpreisen das Taxigewerbe. Das ist Raubtierkapitalismus pur. Viele Taxifahrerinnen und Taxifahrer stehen schon jetzt wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Der ruinöse Wettbewerb ist brandgefährlich – nicht nur für die Beschäftigten, sondern auch für die Fahrgäste.

Dazu Wiebke Köllner abschließend: „Sobald das traditionelle Taxigewerbe ruiniert ist, werden Uber und Co. ihre Preise anziehen. Dann wird es richtig teuer. Denn für Mietwagenunternehmen gelten – anders als für Taxis – keine Preisobergrenzen. Schon heute werden zu stark frequentierten Zeiten Mondpreise verlangt, die vielfach über den regulären Taxitarifen liegen.“«


Ein Gedanke zu “Taxipleite ist ein deutlicher Warnschuss

  • O²

    Mooooment bitteschön….

    Taxiunternehmen gleichen einem Pfründewesen!
    In der Folge haben sich die meisten Taxiunternehemen nicht weiter entwickelt und so zu Lasten ihrer Kundschaft eine rückwärts orientierte Geschäftsstrategie durchgezogen. Durch Uber sind die nun endlich wach geworden, denn Uber fördert einen innovativen Wettbewerb, der zuvor durch die rechtlich geschütze Situation nicht als notwendig erachtet wurde. Im Bereich Krankenfahrten haben wir gerade mit Taxi Boxchunm mehrfach übelste Erlebnisse gehabt. In Gespräche zu deren Verfehlungen ist uns nur Arroganz und Gleichgültigkeit entgegen gekschlagen. Da stellt sich mir tatsächlich die Frage, ob die nicht auch ohne Uber über kurz oder lang in die Insolvenz gerutscht wären. Ich zumindest kenne niemanden, der mit Taxi Boxchum wirklich zufrieden war.

    Die Kritik gegen Uber ist im vollen Umfang nachvollziehbar, geht aber bei einher mit der grundsätzlichen Kritik am veralteten System des Taxigewerbes. Die Bedingungen für Taxifahrer waren schon vor dem Erscheinen von Uber & Co. unter aller Kanone!
    Beides gehört überprüft und reguliert.

    Gegen Uber wird bereits mit unterschiedlichen Ansätzen vorgegangen, was natürlich dringenst notwendig ist. Die app soll in NRW verboten werden und Uber wird sich bald an die gleichen Vorgaben halten müssen, wie traditionelle Taxiunternehmen. In jeder Stadt eine real existierende Zentrale, Fahrten nur aus dem Ort der Zulassung, etc.. Warum also jetzt dieser Beitrag in der Form?

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