Mittwoch 26.11.25, 17:22 Uhr
Eindrucksvolle Demonstration:

Internationaler Tag gegen Gewalt an FLINTA* 1


Anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ hat ein Bündnis aus Bochumer Initiativen gestern zu eine Demonstration gegen Gewalt an FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Personen) aufgerufen. Sie berichten: »In Deutschland erlebt etwa alle drei Minuten eine Frau durch ihren (Ex-)Partner Gewalt, fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen durch einen Femizid getötet. „Damit ist nicht der öffentliche Raum, sondern das eigene zu Hause für uns FLINTA* der gefährlichste Ort“, sagt eine der Organisator*innen der Demo.

Die offensichtlich und sich zuspitzende Gewalt gegen FLINTA* reiht sich in ein verhärtendes gesellschaftliches Klima, in dem das Erstarken rechter Kräfte eine spezifische Bedrohung für FLINTA* darstellt. Und auch international beobachten wir, dass FLINTA* unter patriarchalen Strukturen leiden – in Form von sexualisierter Gewalt bis zu Vergewaltigung als Kriegswaffe.

Die Demo Organisator*innen rufen dazu auf, gemeinsam allen FLINTA* zu gedenken, die Opfer von Hass, Gewalt und Femiziden geworden sind. Zu diesem Anlass haben sich am Abend mindestens 600 Menschen in Bochum versammelt. Verschiedene Organisationen und Initiativen weisen auf den dringenden Handlungsbedarf hin. Zum Beispiel müssen dringend mehr Frauenhaus Plätze für Schutzsuchende FLINTA* geschaffen werden, die aktuell täglich aufgrund fehlender Plätze abgewiesen werden. Auch das Netz der Beratungsstellen für Mädchen, Frauen und queere Menschen, welches durch gekürzte Fördermittel akut bedroht ist, muss dringend weiter finanziert werden. Die Redebeiträge und Fotos der Demonstration sind bald auf der Website von bo-alternativ zu finden.«


Ein Gedanke zu “Internationaler Tag gegen Gewalt an FLINTA*

  • Annette

    Ich finde, wir sollten uns etwas mehr analytische Mühe geben und nicht alles, was für weiblich gelesene Personen zutfrift, auch auf FLINTA* übertragen. Zu FLINTA* gehören ja auch männlich gelesene Agender- oder Inter-Personen.
    Z.B. sind Sätze wie:
    „In Deutschland erlebt etwa alle drei Minuten eine Frau durch ihren (Ex-)Partner Gewalt, fast jeden Tag wird in Deutschland eine Frau oder ein Mädchen durch einen Femizid getötet. „Damit ist nicht der öffentliche Raum, sondern das eigene zu Hause für uns FLINTA* der gefährlichste Ort“, einfach falsch. Nicht für alle FLINTA*, sondern für weiblich gelesene Personen ist das Zuhause der gefährlichste Ort. Ebenso haben auch nicht alle FLINTA* Frauenhausplätze nötig.
    Und dann gehören zu den Opfern patriarchaler Gewalt durchaus auch Schwule, die wiederum keine FLINTA* sind.

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