Freitag 08.11.19, 09:49 Uhr

Zur Psychologie von Opfern und Tätern im Konzentrationslager


Am Dienstag, den 12.11. findet um 18 Uhr im HZO 60 der Ruhr-Uni eine Veranstaltung des Fachschaftsrates Psychologie mit Prof. Dr. Jürgen Margraf statt zum Thema „Zur Psychologie von Opfern und Tätern im Konzentrationslager“. In der Ankündigung heißt es: »Während über die psychischen Folgen für die Opfer von Konzentrationslagern vergleichsweise viel bekannt ist, wurde über die Psychologie der Täter relativ wenig geforscht. Ein immer wieder beobachtetes Phänomen ist die (scheinbare?) „Normalität“ der Menschen, die etwa als Wächter in einem Konzentrationslager schier unvorstellbare Grausamkeiten vollbrachten, nach „Feierabend“ und im Familienkreise jedoch völlig unauffällig lebten. Auch nach Ende des Nationalsozialismus haben sich viele der Täter – im Gegensatz zu ihren Opfern – anscheinend ohne größere Probleme wieder in das alltägliche Leben integrieren können. Diese und andere Beobachtungen werfen grundlegende psychologische Fragen auf.

In dem Vortrag werden nach einem kurzen Überblick über das Konzentrationslagersystem der Nationalsozialisten die bisherigen Erkenntnisse der Psychologie zu diesem Thema zusammengefasst. Dabei wird sowohl auf die eher deskriptive Literatur (z.B. zu einzelnen Tätern, Tatorten etc.) als auch auf die experimentelle Grundlagenforschung und Theorien zur Erklärung eingegangen. Ein wichtiges Ziel der Beschäftigung mit dem Thema ist die Identifikation von Ansatzpunkten zur Verhinderung derartiger Verbrechen in der Zukunft.«

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