Montag 28.01.19, 12:24 Uhr

Holocaust Gedenktag


Mehr als 100 Menschen haben am Samstag in der Bochumer Innenstadt an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz erinnert. Am 27.Januar 1945 befreite die Rote Armee die letzten Überlebenden. Aus Bochum und Wattenscheid wurden zwischen 1933 und 1943 fast 700 Frauen und Männer jüdischen Glaubens deportiert und in den Vernichtungslagern Sobibor, Majdanek und Auschwitz ermordet. Die Antifaschistische Aktion Bochum, VVN-BdA und das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ hatten caufgerufen. Auf gut sichtbaren Transparenten waren die Namen der Deportierten und Ermordeten festgehalten. Zusätzlich wurden die Namen, der letzte Wohnort (soweit bekannt), das Deportationsziel und das Todesdatum verlesen. In vielen Bochumer Betrieben wurden ZwangsarbeiterInnen zur Arbeit gezwungen. Ca. 90 jüdische Häftlinge aus dem Außenlager des KZ Buchenwald haben zwischen 1943 und 1945 in Bochum ihr Leben verloren. Das ganze Ausmaß der Verbrechen des Faschismus wird erst richtig deutlich, wenn die übrigen Toten und Ermordeten-sowjetische Kriegsgefangene, ZwangsarbeiterInnen und die aus dem politischen Widerstand, die auf Bochumer Friedhöfen liegen- berücksichtigt werden. Die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer des Faschismus soll auch Motivation und Ansporn sein, alle „rechten“ und rassistischen Entwicklungen heute abzuwehren.