Dienstag 21.05.19, 18:02 Uhr
Die Polizei und das Informationsfreiheitsgesetz

Keine Infos aus dem Repressionsbereich

Am gestrigen Montag hat das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen dargelegt, dass BürgerInnen keinerlei Recht auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW haben, wenn es sich um Repressionsmaßnahmen der Polizei handelt. Genau darum ging es. Die Polizei hatte bei einer Großdemonstration gegen einen NPD Aufmarsch am 1. Mai in Bochum mehrere Hundert Menschen über länger als 6 Stunden eingekesselt, festgehalten und etliche Strafanzeigen erstattet. Am 19. Juni gab es einen besonders brutalen Übergriff der Polizei in eine völlig friedliche Demonstration, die sich gegen den Auftritt einer rechten Politsekte (DASKUT) wandte. Ein Vierteljahr später hatte eine Bochumer Bürgerin einen Antrag auf Übermittlung von Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) NRW gestellt. Sie wollte u. a. wissen, wie viele Personalienfeststellungen durchgeführt, wie viele Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden und wie viele davon zur Anklageerhebung führten. Die Polizei hatte eine Beantwortung der Fragen abgelehnt. (weiterlesen)

Dienstag 21.05.19, 17:34 Uhr

Radverkehr: Planungen und Projekte

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) lädt am Donnerstag, 23. Mai um 19.30 Uhr im Umweltzentrum,  Alsenstraße 27 zu einem Gespräch mit dem Nahmobilitätsbeauftragten der Stadt, Matthias Olschowy ein. Es geht um das Thema “Radverkehr: Planungen und Projekte in Bochum”

Dienstag 21.05.19, 17:27 Uhr

Stadt entfernt Plakate der Partei „Die Rechte“ und stellt Strafanzeige

Die Pressestelle der Stadt Bochum teilt mit, dass die Stadt antisemitische und israelfeindliche Wahlplakate der Partei „Die Rechte“ im Stadtgebiet abhängen lässt und die Kosten der Partei in Rechnung gestellt werden . „Die Rechte“ habe keine Genehmigung, in Bochum zu plakatieren. Darüber hinaus wird wegen der Inhalte der Plakate Strafanzeige erstattet.

Montag 20.05.19, 18:44 Uhr
Neugestaltung des Grummer Tals

Die Stadt und ihre Versprechungen

Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt hat für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung einen Offenen Brief an das Tiefbau- sowie das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum und an die von der Verwaltung zur Information und Beteiligung der Bürger*innen eingerichtete Online-Plattform geschrieben. Hierin mahnt er die auf der Info-Veranstaltung vom 28.03.2019 zugesagten weiteren Informationen zu den für die Neugestaltung des Grummer Tals bereits eingeholten Untersuchungen an.
Es geht dabei um (weiterlesen)

Montag 20.05.19, 17:34 Uhr
Festival der Freien Kulturszene Bochum ist deutlich gewachsen

2. bobiennale feiert die Vielfalt der Künste mit 250 Veranstaltungen

Die bobiennale, das 10-tägige Festival der Freien Kulturszene Bochums, hat seit seiner ersten gefeierten Ausgabe im Jahr 2017 noch einmal einen großen Schub bekommen: der Kreis der beteiligten Künstler*innen und Orte hat sich fast verdoppelt. Vom 13. bis zum 23. Juni werden rund 200 Künstler*innen an etwa 80 verschiedenen Orten 250 kulturelle Programme darbieten. Alle Sparten der Szene, von Figuren- und freiem Theater, Medien- und bildenden Künstler*innen, Musik von Jazz und Klassik bis Metal, mobilem Kino und Tanz sind vielfältig vertreten, dazu kommen nationale und internationale Gäste.  (weiterlesen)

Montag 20.05.19, 07:59 Uhr

Film über den Widerstand
im Hambacher Forst


Das endstation.kino zeigt ab Donnerstag, den 23. 5. täglich um 19 Uhr und und ab Montag, den 27. 5. ab 20 Uhr den Film “Die rote Linie – Widerstand im Hambacher Forst”. Der Kampf um den Hambacher Forst, das Ringen um den Ausstieg aus der Kohleverstromung und der wachsende öffentliche Widerstand – Der Film von Karin de Miguel Wessendorf erzählt eine David-gegen-Goliath-Geschichte, die weit über den lokalen Austragungsort hinaus reicht, seit ihren Anfängen 2015. (weiterlesen)

Sonntag 19.05.19, 11:54 Uhr
Jede*r hat eine Wahl, aber nicht alle haben eine Stimme!

Globaler Streik am 24. Mai

Fridays for Future Demo um fünf nach zwölf am Hauptbahnhof.

Fridays for Future schreibt: »Wir alle haben die persönliche Wahl, umweltbewusst zu leben. Wir können uns entscheiden, auf tierische Produkte zu verzichten, können öffentliche Verkehrsmittel nutzen, können die Heizung hinunter drehen und das Licht ausschalten. Und das ist super. Aber das Problem ist noch viel größer. In den vergangenen Monaten haben wir das Statement gesetzt, dass wir die rücksichtslose Zerstörung der Umwelt und der Zukunft aller Menschen nicht hinnehmen werden. Kurzfristige Profite dürfen nicht über nachhaltige Lösungen gestellt werden. Wir brauchen politische Veränderung. Von Seiten der Politik kamen kaum konkrete Maßnahmen. Wir müssen dringende Entscheidungen treffen, doch nicht alle Menschen können an diesen teilhaben, weil sie nicht wahlberechtigt sind. Viele Stimmen werden ignoriert. Das muss sich ändern! (weiterlesen)

Samstag 18.05.19, 15:27 Uhr

25 Jahre Zapatistas und Solidarität

Am Donnerstag, den 23. Mai findet im Luther Lab eine Auststellungseröffnung statt zum Thema “25 Jahre Zapatistas und Solidarität”: In der Ankündigung heißt es: »Am 1. 1.1994 begann der Aufstand der Zapatistas im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, der eine weltweite Solidaritätsbewegung auslöste. In der Wanderausstellung von ¡Alerta! Düsseldorf dokumentieren vier mexikanische Fotografen ihren Kampf um Würde und Freiheit. Zur Eröffnung berichtet Dorit Siemers vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista, wie mit solidarischem Handel die Kaffee-Produzent*innen und die Selbstorganisierung der Zapatist*innen unterstützt werden. Die Ausstellung wird während der Veranstaltung im LutherLab gezeigt und ist danach bis zum 16.06. im Kino-Café zu sehen.«
Samstag 18.05.19, 15:19 Uhr

Leserbrief-Panne

Durch eine Unachtsamkeit des verantwortlichen Redakteurs sind zwei LeserInnenbriefe am 6. Mai nicht veröffentlicht worden. Andreas schrieb zum Beitrag “Solidarische Städte?” und Ralf Jasbinschek zum Beitrag “Mahnmal erinnert am KZ-Außenlager Brüllstraße“.

Freitag 17.05.19, 15:01 Uhr
Die Bochumer Polizei hat ein Problem:

“Toto” Heim sagt offen, was er denkt

Die Bochumer Linke “verurteilt die öffentlichen Ausfälle des bekannten Bochumer Polizisten und Reality-TV-Darstellers Torsten “Toto” Heim” und schreibt weiter: »Bei einem Auftritt im thüringischen Breitungen beklagte sich Heim unter anderem darüber, sich als Polizist „seit 30 Jahren mit linken Zecken herumärgern“ zu müssen. Das Video mit der Tirade wird aktuell in den sozialen Medien geteilt. „Wenn ein Bochumer Polizist öffentlich Menschen als Zecken beschimpft, dann muss das Konsequenzen haben“, fordert Amid Rabieh, Mitglied des nordrhein-westfälischen Landesvorstands der Linken und Bochumer Kreissprecher der Partei. „Die Gleichsetzung von Andersdenkenden mit Parasiten ist ein rechtsradikales Propaganda-Bild. Es war bereits bei Nazis verbreitet, und auch heute rechtfertigen radikale Rechte damit Übergriffe auf politische Gegner.“ Amid Rabieh weiter: „Dass ein Polizist den Bau von Synagogen und Moscheen in einem Atemzug mit Kriminalität nennt und Abschiebungen fordert, ist inakzeptabel. Eine solche Entgleisung darf nicht unwidersprochen bleiben. Die Vorgesetzten von Herrn Heim müssen hier entschieden handeln. Mit dem Grundgesetz, auf das er als Beamter einen Eid geschworen hat, sind die Äußerungen jedenfalls nicht vereinbar.”«

Donnerstag 16.05.19, 18:39 Uhr

Wörtlich betäubt –
Der Marsch durch die Begriffe

Die Volkshochschule bietet in Kooperation mit dem Friedensplenum Bochum am Mittwoch, den 22. Mai um 18 Uhr eine Veranstaltung an zum Thema Manipulation durch Sprache in der Politik: »Kriegsminister gibt es seit 1945 nicht mehr. Seit 1955 heißen sie Verteidigungsminister. Die Bombenabwürfe der NATO 1998 auf Belgrad wurden als “Luftschläge” verniedlicht. Der Kampf um die Begriffe und die psychologische Kriegsführung sind in der politischen Auseinandersetzung kein neues Phänomen. Schon seit Jahrhunderten gibt es in sehr vielen Sprachen z. B. das Bild, dass Soldaten “gefallen” sind. Dass sie in aller Regel umgebracht wurden, klingt weniger heldenhaft. Selbst friedensbewegte Menschen sprechen häufig vom “Ausbruch” eines Krieges. Sie bedienen damit unbewusst die Ideologie ihrer Gegner, die Kriege gerne als quasi unabwendbare Naturgewalten verklären.« Der Vortrag will am Beispiel Krieg und Frieden die Sensibilität in Bezug auf alltägliche sprachliche und ideologische Manipulationen fördern. Die Veranstaltung findet im Raum 40 der VHS statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Donnerstag 16.05.19, 16:36 Uhr

Proteste bei vonovia-Hauptversammlung

Als sich heute die Aktionär*innen des vonovia-Konzerns im RuhrCongress zur Hauptversammlung trafen, wurden sie mit lautstarkem und sichtbarem Protest gegen die unsoziale Mietpreistreiberei des Unternehmens konfrontiert. Bei einer bunten Protest- und Mahnwache forderten die Mieter*innen zusammen mit weiteren Unterstützer*innen, dem Mietpreistreiber Nummer 1 der Republik das Handwerk zu legen.Der WDR berichtet: ”Zwar dürfen sich die Aktionäre einerseits über eine gestiegene Dividende freuen – doch andererseits ist die Kritik vieler Mieter so heftig wie selten zuvor.“ Video. Die taz schreibt: “Wie in Berlin im Fall des Konkurrenten „Deutsche Wohnen“ wurden deshalb auch in Bochum Forderungen laut, Vonovia zu enteignen. Konzernchef Buch ist deshalb alarmiert.“ Bereits gestern hatte die WDR Lokalzeit live von der voNo!via-Mieter*innenversammlung im Bahnhof Langendreer bereichtet. Anlässlich der vonovia-Jahreshauptversammlung unterstützt die Linksfraktion nicht nur den Protest der Mieter*innen, sondern nimmt auch die Regierenden in Bochum in die Pflicht. (weiterlesen)
Donnerstag 16.05.19, 13:26 Uhr

Nur ein “Nazi-Kiez”?

Sozialraumanalyse Dortmund Dorstfeld

Das Antifa-Café lädt am Mittwoch, den 22. Mai um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einem Vortrag über  Perspektiven auf Engagement gegen Rechtsextremismus in Dortmund-Dorstfeld: Der Dortmunder Stadtteil Dorstfeld gilt als eine Hochburg des organisierten Rechtsextremismus. Nicht zu Unrecht: Schon seit Jahren haben sich dort Neonazis niedergelassen, beanspruchen Straßenzüge für sich und versuchen mittels einer Strategie des Raumkampfes die Deutungshoheit über den Stadtteil zu erlangen. Doch auch wenn sich rechtsextreme Strukturen hier verfestigt haben, so ist Dorstfeld in der Realität kein ‚Nazi-Kiez‘, wie die Neonazis immer wieder behaupten. Denn auf der anderen Seite existieren auch unterschiedliche Aktivitäten gegen Rechtsextremismus im Stadtteil. (weiterlesen)


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