Donnerstag 14.12.17, 18:00 Uhr

Special Welcome-Café

Am Mittwoch den 20.12. findet ab 18:00 Uhr im NaturFreundeZentrum, Alte Bahnhofstraße 175 ein Special Welcome-Cafe. Das Welcome-Café im NaturFreundeZentrum findet jeden Mittwoch statt, um sich auszutauschen, Pläne zu schmieden und zu vernetzen.  Mittlerweile besuchen einige junge Geflüchtete aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung Unterstr. in Bochum-Langendreer das Café, um für einige Stunden die triste Atmosphäre eines Camps zu verlassen und sich mit Jugendlichen aus Deutschland auszutauschen. Dabei entstand die Idee, eine gemeinsame Veranstaltung, ein Special Welcome-Cafe zu organisieren, um auch einer Öffentlichkeit zu zeigen: Wir sind eine Gruppe, die auf gleicher Augenhöhe – trotz Sprachbarrieren – miteinander kommunizieren möchte. Die jungen Männer aus dem Camp sind Zeitzeugen von Flucht und Migration, und sie werden authentisch von ihren Erlebnissen berichten und auf Fragen antworten:
- Warum habt ihr eure Länder verlassen / verlassen müssen?
- Was ist unterwegs (vor den Aussengrenzen Europas) passiert?
- Wie geht es euch in Deutschland – konkret in Bochum?
Die Gruppe schreibt: »Da in den Medien in der Regel nur über Geflüchtete berichtet wird, möchten wir mit diesem Special Welcome-Cafe zeigen, dass der persönliche Kontakt, die Begegnung wichtig sind, um ein solidarisches Miteinander und Zukunft zu gestalten. Wir möchten auch dazu beitragen, dass Menschen nicht in Isolation und Ausgrenzung, sondern in Würde und Frieden leben können.
Daher sind alle Interessierten hiermit eingeladen, mit uns jungen Menschen aus Deutschland, Guinea und Nigeria Grenzen zu überwinden, indem wir Gegenöffentlichkeit und Solidarität praktizieren.«

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18. Dez. 2017, 17:33 Uhr

LeserInnenbrief von Ulla Rothe:

Ein junger Mann aus Guinea-Conakry wird authentisch berichten, was es für die Menschen aus Subsahara heisst, vor den Aussengrenzen Europas in Marokko ausharren zu müssen.Bei dem Versuch, nach Europa zu gelangen, kommt es dort immer wieder zu brutalen Übergriffen der spanischen und marokkanischen Polizei. Dabei sind immer wieder viele Tote und Verletzte zu beklagen. M. wird als Zeitzeuge mit Handy-Fotos ein Stück seiner Überlebens-Geschichte geprägt von massiven Menschenrechtsverletzunen und unerträglichen Lebensbedingungen erzählen.
Da in den Medien nur wenige Informationen von der dramatischen Situation der MigrantInnen vor den EU-Außengrenzen zu finden sind, sind mir solche Veanstaltungen wichtig, um eine Gegenöffenlichkeit und Solidarität mit Geflüchteten zu schaffen.


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