Freitag 05.05.17, 19:40 Uhr

schwarz-grün-revolutionär


Der Bochumer grünen Landtagskandidat Stefan Pewny (Foto links) verschickte heute eine Pressemitteilung mit Foto. Es zeigt, wie er gestern mit der stellv. Ministerpräsidentin von NRW (Foto rechts), dem Ministerpräsidenten von Baden Würtemberg und der grünen Landtagskandidatin Barbara Jessel “Currywurst-Pommes-Majo” im Bermuda-Dreieck zu sich nahm. Zuvor waren sie bei der GLS-Bank. Ungewöhnlich ist, dass die Grünen ihren prominenten Gast aus den Südstaaten nicht vorher öffentlich angekündigt haben. So etwas machen Parteien im Wahlkampf nur, wenn sie Angst davor haben, dass ihr Promi für den Wahlkampf schädliche Proteste auf sich ziehen wird.
Und in der Tat: Vorgestern hat die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg Studiengebühren wieder eingeführt – trotz aller Proteste von Studierenden und Gewerkschaften. Ein Zweitstudium kostet dort künftig 1.300 Euro pro Jahr. Die rassistische Komponente: Studierende, die nicht aus der EU kommen, müssen sogar 3.000 Euro im Jahr zahlen, und zwar auch schon im Erststudium. Näheres.
Pewny hat in seiner Pressemitteilung einen Link zu seiner facebook-Seite angegeben. Hier verweist er an erster Stelle darauf, dass er für die Grüne Hochschulgruppe (GRAS) seit drei Jahren im Studierendenparlament sitzt und in den letzten beiden Jahren ihr Sprecher war. Die Gruppe GRAS ruft auf ihrer aktuellen Webseite für die Revolutionäre Vorabend-Demo am letzten Sonntag auf. Ein Mitglied der Gruppe hat die Demo sogar angemeldet. Pewny posiert mit dem schwarz-grünen Studiengebühreneinführer für den NRW-Wahlkampf.
Für die einen zeigt das: Die Grünen sind nach allen Seiten offen!
Für die anderen beweist das: Die Grünen sind nicht ganz dicht.

3 LeserInnenbriefe zu "schwarz-grün-revolutionär" vorhanden:

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6. Mai. 2017, 00:24 Uhr

LeserInnenbrief von Brian:

Ja,ja der Winnie und die Babsi. Ob die wohl zusammen über der Wurst von Dönninghaus ein Tischgebet gesprochen haben?

“Ich bete jeden Tag für Angela Merkel”
(Der Tagespiegel 1.2.2016)

Kann es moralisch geboten sein, Menschen an der Grenze zurückzuweisen?

Ja. Das Hauptgebot des Christentums heißt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Was auch bedeutet: Wir dürfen uns in unserer Nächstenliebe nicht überfordern. Unsere Leitplanken sind das Asylrecht und die Genfer Flüchtlingskonvention. Wer verfolgt wird oder aus Bürgerkriegsgebieten flieht, dem gewähren wir Hilfe, den wollen wir integrieren, wenn er bleibt. Wer aus anderen Gründen kommt, den müssen wir zurückschicken. Ob man das an der Grenze macht oder erst später, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass es schnell geht.

(Q.: http://www.tagesspiegel.de/politik/winfried-kretschmann-im-interview-ich-bete-jeden-tag-fuer-angela-merkel/12900668.html)


 

8. Mai. 2017, 12:23 Uhr

LeserInnenbrief von Jano:

Was die GRAS als parteienunabhängige hochschulpolitische Liste in dem Artikel zu suchen hat, ist fraglich. Weil Herr Pewny sowohl ei den Grünen als auch in der GRAS aktiv ist, macht das ganze nicht zu ein und derselben Gruppe.

Ich bin auch Mitglied bei der Sparkasse und in einem Sportverein, trotzdem ist nicht beides das gleiche.


 

8. Mai. 2017, 19:47 Uhr

LeserInnenbrief von Livingston:

Den Gesichtern auf dem Foto nach zu schließen, schmeckt dem erlauchten Club die Wurst nicht so richtig. Nun die Preisfrage: Wer verweigerte den Dönninghausmampf und ließ seine Portion (vorne links im Bild) achtlos stehen?


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