Montag 28.11.16, 21:59 Uhr

Vom analogen zum digitalen Kino

Das endstation.kino kündigt für die kommenden Tage eine Ausstellung und folgende Filme an: »Am Donnerstag, den 1.12. wird um 19.15 Uhr im endstation.kino die Fotoaustellung des LWL-Medienzentrums für Westfalen 35mm KinoKultur eröffnet, im Anschluss wird ein 35mm-Kurzfilmprogramm im Kinosaal zu sehen sein. Die aktuelle Fotodokumentation des Fotografen Stephan Sagurna (LWL-Medienzentrum für Westfalen) setzt dort an wo die gegenwärtige Kinokultur ihre jüngste Bruchstelle hat: Bei der Umstellung vom analogen zum digitalen Kino. Nachdem die gesamte internationale und auch bundesdeutsche Kinolandschaft ‚durchdigitalisiert’ ist und seit dieser digitalen Wende nun computergesteuerte Projektoren die Filme von Festplatten einlesen und projizieren, gehört der traditionelle Kino-Filmprojektor mit den dazugehörigen 35mm Filmrollen sozusagen zum ‚alten Eisen’.
Im Fokus der Fotodokumentation findet sich das, was heute noch an 35mm KinoKultur in Westfalen-Lippe erhalten ist (u.a. auch Motive aus dem endstation.kino). Parallel zum digitalen Mainstream werden von einer Hand voll Kinobetreibern und Enthusiasten nach wie vor Klassiker, Arthouse-Filme und Underground auf Zelluloid präsentiert. Dieser KinoKultur, die eng mit Materialität und den medienspezifischen Eigenschaften des Films einhergeht, widmen sich die Fotografien der Ausstellung. Die Ausstellung ist vom 1. Dezember 2016 bis zum 31. Januar 2017 zu sehen.

Ebenfalls ab Donnerstag, den 1.12. ist im endstation.kino Florian Hofmeisters Verfilmung von Katharina Hackers Romans Die Habenichtse zu sehen. Am 11. September 2001 begegnen sich Jakob und Isabelle nach langer Zeit wieder in Berlin und verlieben sich ineinander. Während der Anschlag auf das World Trade Center die ganze Welt in Atem hält, sind die beiden mit sich und ihrer neu gefundenen Liebe beschäftigt. Doch ihr neues Glück wird überschattet durch den Tod ihres gemeinsamen Freundes Hans, der im bei dem Anschlag in New York ums Leben kam. Jakob bekommt dessen Job in London und überredet Isabelle, mit ihm dorthin zu gehen. Während Jakob seine Schuldgefühle in seiner Arbeit vergräbt, bleibt Isabelle auf sich allein gestellt in London, ohne feste Ziele und Aufgaben. Ihr gemeinsames Leben bekommt Risse. Die Habenichtse schaut zurück auf eine Welt, die nach 9/11 aus dem Gleichgewicht geraten ist und seitdem nicht mehr zur Ruhe kommt. Nichts ist mehr wie vorher. Das Donnergrollen des Krieges ist nicht mehr nur im Radio zu hören, die Einschläge kommen näher und beeinflussen das Leben in allen Beziehungen, nur – wer will das wahrhaben?

Ab Freitag, den 2.12. ist im endstation.kino Hany Abu-Assads (Paradise Now) Spielfilm Ein Lied für Nour zu sehen. Der Film ist inspiriert von der Geschichte Mohammed Assafs, der im Gazastreifen aufwuchs und sich gegen alle gesellschaftlichen wie politischen Widrigkeiten seinen großen Traum erfüllte. Mit Talent und Willensstärke bahnte er sich als Palästinenser seinen Weg zur arabischen Castingshow „Arab Idol“ – und gewann den Wettbewerb.«

 
 
 
 


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