Donnerstag 19.11.15, 17:09 Uhr
Soziale Liste will städtischen Wachdienst erhalten

Kameras statt Menschen?

Die Soziale Liste im Rat spricht sich für den Erhalt des stadteigenen Wachdienstes in Verwaltungsstellen aus. Dessen „Aufgabe“ ist einer der zahlreichen Punkte, die von der Verwaltung im Rahmen des Haushaltssicherungskonzept (HSK) 2016 vorgeschlagen werden. Die Maßnahme „2.11.29.00492 Wachdienst in Verwaltungsgebäuden abschaffen“ wird folgendermaßen umschrieben: Die „interne Miete für städtische Dienststellen“ soll reduziert werden, indem „der interne Wachdienst, der sich u. a. um die Schließtätigkeiten/Gebäudeüberwachung kümmert, aufgegeben“ wird. Eine „Senkung der Gebäudesicherheit“ soll durch neue technische Maßnahmen ausgeglichen werden. Die jährlichen Einsparungen sollen von 55.000 € im Jahr 2015 auf 191.000 im Jahr 2022 gesteigert werden.
Günter Gleising, Ratssprecher der Sozialen Liste spricht sich gegen diese Maßnahme und für den Erhalt des Wachdienstes aus. „Es ist nicht sinnvoll Menschen in diesem Bereich durch technische Hilfsmittel wie Überwachungskameras und Elektronik zu ersetzen. Das Wachpersonal kann flexibel und fachgerecht auf Störungen, unerwartete Ereignisse und Abläufe im Rathaus außerhalb der Betriebsstunden reagieren, technische Hilfsmittel können das nicht“. Ebenfalls ist nicht auszuschließen, dass durch den Einsatz von Technik zusätzliche Personalkosten entstehen, bzw. auf private Wachdienste zurückgegriffen wird.
Für die Soziale Liste ist diese Maßnahme ist ein weiteres Beispiel dafür, welche Auswirkungen die Festlegung der Stadt Bochum hat, das Personal jährlich um 2 % abzubauen. „Vor dem Hintergrund von gestiegenen Anforderungen und Aufgaben sowie der Notwendigkeit eine bürgerfreundliche Verwaltung zu erhalten, muss diese pauschale 2%-Festlegung eingestampft werden“, fordert der Ratsvertreter der Sozialen Liste.

 
 
 
 


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