Freitag 11.09.15, 13:53 Uhr

ver.di begrüßt Appell der Bochumer Politik

Die Vereinte Dienstleitungsgewerkschaft (ver.di) in Bochum begrüßt ausdrücklich den Appell der Bochumer Politik zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsdienste und schreibt: »Zu Beginn ihrer Sitzung am vergangenen Mittwoch (09.09.2015) haben die Mitglieder des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie einstimmig einen Appell (ist als Anlage beigefügt) beschlossen, in dem sie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und die Gewerkschaften ver.di und GEW auffordern alle Verhandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen, um erneute Streiks zu verhindert.
Der Ausschuss hat in seinem Appell aber auch deutlich gemacht, dass vor dem Hintergrund der Interessen der Eltern und Kinder sowie der Forderungen der Beschäftigten nach einer tariflichen Aufwertung ein für alle Beteiligten tragfähiger und akzeptabler Kompromiss gefunden werden muss.
Bereits im Rahmen der von ver.di am 1. September durchgeführten Diskussionsveranstaltung mit sechs Oberbürgermeisterkandidaten Thomas Eiskirch, Monika Engel, Klaus Franz, Günter Gleising, Horst Hohmeier und Jens Lücking haben sich alle klar für eine Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst ausgesprochen.
„Dass nun der Appell fraktionsübergreifend beschlossen wurde, ist ein deutliches Zeichen für die Beschäftigten im Sozial-und Erziehungsdienst. Es muss jede Chance ergriffen werden, um einen tragfähigen Kompromiss in dieser Tarifauseinandersetzung zu erzielen. Wenn das in den nächsten Verhandlungen nicht erreicht werden kann, ist es unausweichlich, dass es zu massiven Streikmaßnahmen auch in Bochum kommt“, so Gudrun Müller, ver.di-Bezirksgeschäftsführerin.
Wir gehen davon aus, dass auch die Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, dem Appell folgend, ihren Einfluss beim VKA wahr nimmt und einen tragfähigen Kompromiss im Sozial- und Erziehungsdienst einfordert.
Darüber hinaus sollte auch die gesellschaftspolitische Notwendigkeit erkannt werden, Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst deutlich aufzuwerten. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung Sozialer Arbeit und den damit einhergehenden gestiegenen Anforderungen in Verbindung mit einem für die Zukunft drohenden Fachkräftemangel.«

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11. Sep. 2015, 14:38 Uhr

LeserInnenbrief von Basis Demokratin:

Es ist zu vermuten, dass Verdi nach den Desastern im Erziehungs/Sozialdienst und insbesondere bei den Postlern mittlerweile den Streik mehr fürchtet als die Arbeitgeber.
Zur Erinnerung: Die Verdi-Hauptamtlichen haben den Schlichtungsspruch von Schmalstieg, der keine Aufwertung der Sozialarbeiter vorsah, aufs Äußerste begrüßt.
Den Postbeschäftigten wurde mit großem Getöse der Streik schmackhaft gemacht – dann mal schnell eingeknickt – und die Schultern gezuckt.
Die Gewerkschaftsbasis ist nicht länger so leichtgläubig, wie der Verdi-Vorstand meint. Einige kämpfen weiter, gegen den Vorstand (auch und gerade vor Ort), viele wesentlich effektiver ausserhalb dieser verkrusteten Bonzenseilschaft.


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