Donnerstag 10.09.15, 18:28 Uhr

Computer für Geflüchtete

Der im Sozialen Zentrum Bochum organisierte Hack-Space space-left initiiert das Projekt “Computer für Geflüchtete”. Die technisch versierten Mitglieder von space-left rufen die Bochumer und Bochumerinnen dazu auf, nicht mehr benutzte portable Computer zu spenden, damit sie die Hardware recyceln und an Geflüchtete verteilen können. Die Abgabe von alten Geräten im Sozialen Zentrum ist möglich zu den Öffnungszeiten des KostNixLadens, also an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat zwischen 15:00 und 18:00 Uhr. Längst ist ein Computer mit Zugang zum Internet eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, Kommunikation und soziale Vernetzung geworden. Diese Situation verschärft sich zweifellos für Geflüchtete, die sich in einer fremden Umgebung befinden, deren Zukunft ungewiss ist und deren Bezugspersonen bzw. Familien durch Kriege auseinandergerissen worden und nun über mehrere Länder verteilt sind.
Aus diesem Grund ruft der im Sozialen Zentrum Bochum organisierte Hack-Space space-left im Rahmen des Projekts “Computer für Geflüchtete” die Bochumerinnen und Bochumer dazu auf, funktionstüchtige, nicht länger benutzte portable Computer (z.B. Laptops, Notebooks, Netbooks, etc.) zu spenden. Diese Geräte werden dann von den Aktiven des space-left auf ihre Funktionstüchtigkeit hin getestet, mit aktuellen freien Betriebssystemen ausgestattet und anschließend an Geflüchtete verschenkt, die derzeit eine Unterkunft in Bochum gefunden haben.
“Wir wollen auf diese Weise einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen auf der Flucht nicht auch noch von der digitalen Welt ausgeschlossen werden” erklärt Daniel die Intention des Projekts. Dazu ergänzt Petra: “Hardware sollte nicht einfach in Kellern verstauben, wenn sie stattdessen anderen zugute kommen kann.”

3 LeserInnenbriefe zu "Computer für Geflüchtete" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "Computer für Geflüchtete" als RSS


 

15. Sep. 2015, 02:03 Uhr

LeserInnenbrief von Epi:

Eine sehr gute Idee!
Aber warum nur tragbare PCs?

Viele Büros mustern ihre Hardware alle paar Jahre aus, obwohl sie (zumindest zum surfen) funktionsfähig ist.


 

15. Sep. 2015, 02:11 Uhr

LeserInnenbrief von Epi:

Warum werden eigentlich im Aufenthaltsraum der Flüchtlingslager keine PCs aufgestellt?

Ein Lebenszeichen bedeutet doch in schweren Zeiten so viel.

Viele syrische Flüchtlinge haben ihr Handy dabei, aber Wlan-Zugangsdaten werden ihnen verweigert. Warum eigentlich?


 

18. Sep. 2015, 01:42 Uhr

LeserInnenbrief von Ein Anarchist:

@ Epi Wahrscheinlich, weil der Staat/ die “Heim”leitung die Informations- und Kommunikationswege aus den “Heimen” kontrollieren will, damit z.B. schlechte Unterbringung oder rassistische Sicherheitsleute nich bekannt werden. Aus ähnlichen Gründen wird auch der Presse oft der Eintritt verwehrt. Vorgeschoben wird es gehe um den Schutz der Privatspähre der Geflüchteten


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