Montag 06.07.15, 12:37 Uhr

Odyssee startet mit Dr. Krapula

Am Samstag, den 11. Juli und den beiden folgenden Samstagen läuft ab 19.30 Uhr in der Freilichtbühne Wattenscheid die diesjährige Odyssee. Umsonst und draußen. VeranstalterInnen sind das Funkhaus Europa und der Bahnhof Langendreer. Den Auftakt machen Dr. Krapula und Banda Senderos.
Der Bahnhof Langendreer schreibt über Doctor Krapula: “Der Amazonas ist die Heimat von Doctor Krapula und er ist ihre große Liebe. Kein Wunder, dass sich das Kollektiv aus Kolumbien ihr letztes Album “Ama-Zonas” der Rettung des Amazonasgebiets gewidmet hat. “Seinekvn” – in der Sprache der nordkolumbianischen Aruaca bedeutet das “schwarzer Mutterboden” – hieß dann auch das Stück, mit dem Doctor Krapula und ihr Gaststar Manu Chao erstmals einem größeren Publikum bekannt wurden. Doctor Krapula transportieren ihre Botschaften mit der Hilfe von Rockgitarren und Ska-Rhythmen, denen Punk weder als Attitüde noch als Musik abgeht. Aber die fünf Musiker drücken ihren Widerstand nicht nur mit dem wütenden Sound des Mestizo aus, sondern sie zeigen ihre tiefe Verbundenheit mit der Amazonasregion vor allem in kleinen Gesten. Auf ihren Tonträgern dokumentieren sie die Ahnengesänge der Indigena-Stämme und die Einnahmen aus dem CD-Verkauf gehen an die NGO Funterranova, die sich dem Erhalt der Amazonas-Kultur verschrieben hat. Als aktuellstes Projekt bauen sie gerade ein Schiff, das als ökologische Bibliothek von Dorf zu Dorf schippern soll, um ökologische Aufklärungsarbeit zu leisten. Doctor Krapula ist also ein Projekt, das auf vielen Ebenen tätig ist. Mit Spannung erwarten wir deshalb, wie sie ihre Mischung aus Wut und Aufklärung, aus Didaktik und Unterhaltung bei der diesjährigen Odyssee vor einem deutschen Publikum auf die Bühne bringen werden.”

Über Banda Senderos heißt es in der Ankündigung: “Banda Senderos sind die Latin Global-Pop-Gang Nummer Eins im Funkhaus Europa Sendegebiet. Im Essener Südviertel, irgendwo zwischen Rüttenscheider Stern und Hauptbahnhof, haben die neun Musiker aus Chile, Kongo und Deutschland ihr Hauptquartier. Ebenso vielfältig wie ihre Herkunft ist auch ihre Musik: Reggae mit Sonnenscheinfaktor trifft auf lateinamerikanische Rhythmen und fette Bläsersätze und all das wird mit elektronischen Beats und Bässen druckvoll für den Dancefloor abgemischt. Gesungen wird dazu auf Spanisch, Englisch, Französisch Deutsch und Lingala, der kongolesischen Muttersprache von Sängerin Dan “Brown Matweta”. Kennengelernt haben sich die Musiker an der Uni, mit der Musik wurde es erstmals ernst, als sie auf einer Hochzeit aufgetreten sind. „Die Leute haben auf den Tischen getanzt”, erinnert sich Sänger Sebastian Campos und ringt damit das Lebensgefühl von Banda Senderos auf den Punkt: Sie feiern gerne, es geht um Zusammenhalt und wie man die Berg- und Talfahrten der Liebe meistert. Und dabei nehmen sie sich selbst nicht allzu ernst, sondern präsentieren all dies mit einem Augenzwinkern Diese Mischung zeichnet auch ihr Debütalbum “Mobulu” aus. Dessen Titel ist übrigens auch kongolesisch, auf Lingala bedeutet er “wild” – so wie die Partys der Banda Senderos.”

 
 
 
 


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