Donnerstag 04.06.15, 07:48 Uhr
Projektbericht des Bochumer Kinder- und Jugendrings:

Zur Arbeit mit jungen Flüchtlingen

Zum Abschluss eines dreijährigen Projektes „Jugendmigrationsrat“, an dem der Bochumer Kinder- und Jugendring beteiligt war, sind Handlungsempfehlungen für die Arbeit mit jungen Flüchtlingen formuliert und die Ergebnisse von drei internationalen Jugendforen und Expertentreffen zusammengefasst worden. Der Jugendring berichtet darüber: »An dem Projekt waren junge Erwachsene und Experten aus Ägypten, Marokko, Tunesien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland beteiligt. Verantwortlich für das Projekt war der Stadtjugendring Stuttgart, der den Kinder- und Jugendring Bochum als Projektpartner ausgewählt hatte. Aus Bochum waren junge Erwachsene der DGB-Jugend und der Jugend des Islamischen Kulturvereins und Mitarbeiter des Kinder- und Jugendrings am Projekt beteiligt.
Ziele des Projektes „Jugendmigrationsrat“ waren die Förderung der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe von Jugendlichen aus den beteiligten Ländern Nordafrikas und ein besseres gegenseitiges Verständnis von jungen Menschen aus Nordafrika und Europa. In Bochum ist im Projektzeitraum ein lokales Projekt zur Unterstützung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen umgesetzt worden.
„Eine humane Einwanderungspolitik macht keinen Unterschied zwischen guten und schlechten Migranten, sie sorgt viel mehr dafür, dass alle Migrant_innen gemäß ihrer Kompetenzen und Möglichkeiten eine adäquate Betreuung für ihre erfolgreiche Integration in die Gesellschaft bekommen. Für die Integrationsarbeit ist die Unterscheidung in die diversen Kategorien wie Flüchtlinge und Migranten, Wirtschaftsflüchtlinge und politische Verfolgte, Legale und Illegale usw. nicht dienlich. Vielmehr sollte das Subjekt in seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt stehen“ (Jörg Sander, Stadtjugendring Stuttgart).
Die Handlungsempfehlungen können in der Geschäftsstelle des Jugendrings (per Telefon: 0234 / 43880930 oder per Email: info@jugendring-bochum.de) kostenlos bestellt werden.« Der Bericht als download.

 
 
 
 


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