Montag 18.05.15, 12:08 Uhr

Armutsspirale im Ruhrgebiet stoppen

Die Bundestagsfraktion Der Linken veranstaltet am 12. Juni in Bochum eine hochkarätig besetzte Konferenz mit dem Titel „Armutsspirale im Ruhrgebiet stoppen“. In der Einladung heißt es: »Die soziale Lage an Rhein und Ruhr ist mittlerweile dramatisch und wird immer dramatischer. Die Armutsquote in der Region ist in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen. Inzwischen lebt in einigen Ruhrgebietsstädten jedes dritte Kind in Armut, der Paritätische Wohlfahrtsverband spricht von einem „armutspolitischen Erdrutsch“ in der Region. Hiobsbotschaften von geplanten Werkschließungen und Massenentlassungen im Ruhrgebiet nehmen kein Ende. So wurde etwa das Opel-Werk in Bochum geschlossen. Weitere Schließungen sowie Stellenabbau in anderen Industriebetrieben wurden bereits angekündigt. Doch die herrschende Politik von der Kommune übers Land bis zum Bund reagiert seit Jahren nicht auf die Verarmung des Ruhrgebiets.
Im Rahmen der Konferenz wollen wir Fragen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, den Gewerkschaften und der Wissenschaft der Frage nachgehen, wie die Armutsquoten im Ruhrgebiet aussehen werden, wenn das beschriebene Szenario Wirklichkeit wird. Welche Rolle spielt die herrschende Politik? Welche Möglichkeiten gibt es, den Trend zu stoppen und umzukehren?
Kurzum: Was muss getan werden, um die Armutsspirale im Ruhrgebiet aufzuhalten?
An der „Fraktion vor Ort“-Veranstaltung, die am Freitag, den 12. Juni, von 16 bis 21 Uhr, im Jahrhunderthaus der IG Metall (Alleestraße 80, 44793 Bochum) stattfinden wird, nehmen unter anderem Sahra Wagenknecht (Erste stellv. Fraktionsvorsitzende Die Linke im Bundestag), Oskar Lafontaine (Fraktionsvorsitzender Die Linke im Saarländischen Landtag), die Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Bochum) und Ulla Jelpke (Dortmund), Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Politikwissenschaftler, Universität Köln), Dr. Joachim Rock ( Abteilungsleiter Arbeit, Soziales und Europa, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Berlin), Jochen Marquardt, (Geschäftsführer DGB Region Ruhr-Mark), Rainer Einenkel (ehemaliger Betriebsratsvorsitzender Opel Bochum) teil.«

2 LeserInnenbriefe zu "Armutsspirale im Ruhrgebiet stoppen" vorhanden:

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18. Mai. 2015, 21:41 Uhr

LeserInnenbrief von Som Jo Tien:

Gelsenkirchen reagiert auf den Trend zur Verarmung. Sie exkludiert die Menschen. Inklusion durch Exklusion. Das ist die Zukunft in Gelsenkirchen.

Im neuen Inklusionskonzept werden Arme und Arbeitslose als Behinderer von Inklusion bezeichnet. ““Tatsächlich wird die Vision der inklusiven Stadtgesellschaft durch die gesellschaftlichen Großtrends der Ausgrenzung (von Armen, von Bildungsbenachteiligten, von Arbeitslosen, von Menschen mit Handicaps, von Einwanderern/innen usw.) konterkariert.”

Als Konsequenz zieht die Stadt daraus den Schluss, dass sie exkludiert bleiben müssen, um die Inklusion der anderen zu ermöglichen: ““Auf kommunaler Ebene eine zivilgesellschaftliche Bewegung für Inklusion zu schaffen, muss sich darüber im Klaren sein, dass viele Exklusionsprozesse auf Stadtebene nicht zu beeinflussen sind.”


 

20. Mai. 2015, 08:26 Uhr

LeserInnenbrief von Som Jo Tien:

75.000,- Euro müssen reichen! Ein Hohn!

NRW hält zusammen…Im Mittelpunkt des Aufrufs zur Förderung von Modellprojekten und Maßnahmen stehen Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die in benachteiligten Quartieren leben. Ihre Teilhabechancen und Lebensperspektiven sollen verbessert werden; denn sie sind besonders von Armut und Ausgrenzung betroffen und ihr Armutsrisiko steigt seit Jahren.

Die Förderhöchstgrenze beträgt je Kreis bzw. je kreisfreier Stadt insgesamt 75.000 Euro (zuzüglich Eigenanteil) für das Jahr 2015.

http://www.nrw-haelt-zusammen.nrw.de/


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