Freitag 15.05.15, 06:36 Uhr

Brief- und PaketzustellerInnen streiken

Die Streiks bei der Post werden am heutigen Freitag fortgesetzt. Ver.di erklärt dazu: »Nachdem am Dienstag und Mittwoch in sämtlichen Briefverteilzentren des Landes gestreikt wurde, hat die Gewerkschaft ver.di heute landesweit über 1.000 Brief- und Paketzustellerinnen und –zusteller zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. „Die Arbeitsniederlegungen führen zu empfindlichen Störungen und Ausfällen in allen Bereichen der Zustellung. Viele Briefe und Pakete werden ihre Empfänger nicht erreichen“, erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste in NRW. Zur Aussage der Post AG, die Auswirkungen der Streiks hielten sich „in Grenzen“ sagte Speckenwirth: „Die Deutsche Post AG kommt mir vor wie ein kleiner Junge, der nach einer schallenden Backpfeife trotzig erklärt ‚Hat aber gar nicht weh getan‘. Wir wissen, dass die Streiks volle Wirkung entfalten.“ Dies zeige sich auch an den Versuchen vieler Vorgesetzter auch in NRW, Druck auf streikwillige Beschäftigte ausüben. „Das sind keine Einzelfälle, hier wird nach meinen Beobachtungen systematisch vorgegangen“, so Speckenwirth. Die Verantwortung für die Versuche ihrer Führungskräfte, Arbeitnehmerrechte ein-zuschränken, trage die Unternehmensleitung.« Streiklokal ist heute früh das Café Ferdinand”.

2 LeserInnenbriefe zu "Brief- und PaketzustellerInnen streiken" vorhanden:

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15. Mai. 2015, 09:16 Uhr

LeserInnenbrief von schwarzroter Postbote:

Endlich wird gestreikt! (Übrigens nicht nur heute, sondern auch morgen, Freitag.) Wurde auch langsam Zeit, dass Verdi und seine Betriebsräte sich (aus ihren Sesseln) erheben, nachdem jahrelang jede Entbehrung in Freizeit und Entgelt (Überstunden ohne Ende, Verzicht auf Pausenzeiten, akzeptierter Kettenbefristung etc.) einfach abgenickt wurde.
In Bochum werden sich bis Montag hohe Postmengen ansammeln, hier streikt etwa ein Drittel aller Zusteller*innen für die Innenstadt und innenstadtnaher Bezirke, was einige hundert Gewerbe und mehrere tausend Haushalte betreffen wird. Klar wird die das jucken!

Ich hoffe sehr, dass Verdi bei seinen Maximalforderungen bleibt und darüber nicht die Kolleg*innen mit befristeten Verträgen (etwa 10% aller Beschäftigten) vergisst, auch wenn die nicht an den Streiks teilnehmen wollen, weil sie sonst ganz reell ihren Job riskieren. Man hört, dass manche deshalb (bzw. unter fadenscheinigen Gründen) schon geflogen sind.


 

15. Mai. 2015, 09:21 Uhr

LeserInnenbrief von schwarzroter Postbote:

Nicht zu vergessen:

Solidarität mit den Streikenden im Sozial- und Erziehungsdienst!

Solidarität mit den Kämpfenden bei der Bahn!


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