Mittwoch 18.02.15, 21:48 Uhr

GEW kämpft für einen Tarifvertrag

Am kommenden Samstag, den 21. Februar geht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für ihre Forderung nach einem Tarifvertrag für Lehrkräfte in die Bochumer Innenstadt. GEW-Mitglieder werden um 11 Uhr am Husemannplatz dazu eine Aktion durchführen. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung für den Öffentlichen Dienst der Länder gibt es zwei zentrale Forderungen der GEW: eine faire Entgeltordnung für Lehrkräfte sowie eine Entgelterhöhung um 5,5 %, mind. aber 175 €. Dazu Jochen Bauer vom Bochumer GEW-Vorstand: „Noch immer werden angestellte und verbeamtete Lehrkräfte sowie Beschäftigte in Ost und West unterschiedlich bezahlt. Das ist ein Unding. Wir fordern: Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“
Zudem ist eine eine tariflich geregelte Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte längst überfällig. Ihr Gehalt legen die Arbeitgeber einseitig fest. Bauer stellt fest: “Das ist Personalpolitik nach Gutsherrenart.“ Die zweite zentrale Forderung nach einer Gehaltssteigerung von 5,5 %, mindestens jedoch 175 Euro kommt allen Angestellten im öffentlichen Dienst der Ländern zu Gute. „Damit orientieren sich die Gewerkschaften an der allgemeinen positiven Lohnentwicklung der vergangenen Jahre“, so Jochen Bauer. „Davon darf der öffentliche Dienst – gerade angesichts des hohen Steueraufkommens – nicht erneut abgekoppelt werden.“
Sollten sich die Arbeitgeber_innen nicht bewegen, ist die GEW zum Streik bereit. Erste Vorbereitungen laufen bereits: am Montag, den 23. Februar mit einem Streikcafé in der Geschäftsstelle, am Dienstag, den 24.02, ist am Bochumer Hauptbahnhof eine Verteilaktion geplant sowie die Durchführung verschiedener Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen an Schulen.

 
 
 
 


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