Donnerstag 08.01.15, 08:02 Uhr

Danke für die Solidarität

In einer Erklärung bedankt sich der Bochumer Opelbetriebsrat für die erlebte Solidarität:» Länger als zehn Jahre haben wir gemeinsam gegen die immer wieder drohende Schließung des Bochumer Werkes gekämpft. In den Jahren der Auseinandersetzung haben wir eine großartige Solidarität und Unterstützung erhalten. Das hat Mut gemacht und mitgeholfen, dass wir so lange die Schließung verhindern konnten.
Ende 2014 wurde aufgrund einer Unternehmensentscheidung das hochflexible und traditionsreiche Bochumer Opel-Werk geschlossen. 2.700 Menschen im Bochumer Opel-Werk, Tausende in der Zulieferindustrie und Dienstleister verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Bochumer Zafira-Produktion wird ins Werk Rüsselsheim verlagert und soll dieses Werk sicherer machen. Die Schließung und die Verlagerung unserer Produktion werden über 700 Millionen Euro kosten. Eine teure und dumme Entscheidung des Konzerns.
Jetzt brauchen die Menschen und die Region qualifizierte und langfristige Perspektiven:
- Dazu gehören der Ausbau und die langfristige Sicherung des Warenersatzteillagers, der Erhalt der Opel-Berufsausbildung und Ausbau zur Lernfabrik gemeinsam mit TÜV-Nord und Universitäten.
- In „Runden Tischen“ unter Beteiligung der Ruhrgebietsstädte, betroffene Stadtteile, Land, IHK, Unternehmen, Universitäten, Hochschulen, Gewerkschaften, Betriebsräte, Sozialverbände, Kirchen, Kulturträgern müssen schnellstens gemeinsam konkrete Projekte entwickelt werden.
Wir werden zukünftig unseren Beitrag dazu leisten. Aber wir brauchen weiterhin die Solidarität und die Gemeinsamkeit aller Betroffenen und Interessierten.
In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für die erlebte Solidarität und ein herzliches Glückauf.«

 
 
 
 


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