Montag 06.10.14, 08:29 Uhr

Semesterstartparty und Uniführung

Das Protestplenum an der Ruhr-Uni lädt am Donnerstag, den 16. Oktober zunächst um 18 Uhr zu einem Alternativen Erstirundgang und dann um 20 Uhr unter dem Motto „Partyfreiräume erkämpfen” zu einer Semesterstartparty. Die Einladungen:
»Am Donnerstag, den 16. Oktober veranstalten wir einen alternativen Erstirundgang, bei dem wir Euch die wirklich spannenden Ecken des Campus zeigen wollen. Der Treffpunkt ist um 18 Uhr vor der Univerwaltung. Was sind die Orte studentischer Selbstverwaltung, der Frauenraum oder das politische Archiv an der RUB? Wo kann mensch wild plakatieren, was hat es mit den Kameras an den Einfahrten auf sich und warum riecht es hinter dem GC-Gebäude ständig nach Gras. Warum sind die Unigebäude eigentlich nach 21 Uhr geschlossen und was kann mensch dagegen tun? Warum wurden in den letzten Jahren das Audimax, das „Q“, das HZO10 oder das Rektorat im Rahmen von Studiprotesten besetzt? Und woher kommt eigentlich das dumpfe Pochen aus dem Keller des NB-Gebäudes?
Auf diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam eine Antwort suchen.
Achtung: der Rundgang ist eine Mischung aus Politthriller und Horror-Splatter und somit nichts für zartbesaitete Nerven. Festes, wasserdichtes Schuhwerk wird empfohlen!
Am Donnerstag, den 16. Oktober laden wir euch zu einer eurer ersten und womöglich auch besten Unipartys ein. Unter dem Motto „Partyfreiräume erkämpfen“ gibt es auf der Wiese vor HGB Punkrock+Elektro von DJ Dipl.-Ing. und Bier zu fairen Preisen (1 €).
Der Erlös geht wie immer an Polit-Projekte im Pott – in diesem Jahr an das „Avanti“ Projekt, das Ende August eine leer stehende Kirche in Dortmund besetzte, um ein Soziales Zentrum zu errichten.
Partyfreiräume erkämpfen
Wusstet ihr, dass es bis vor wenigen Jahren üblich war, dass Unipartys auch in Uniräumen stattfanden? Klingt logisch, oder? Nach dem Duisburger Love-Parade-Unglück wurde dann von der Univerwaltung ein generelles Partyverbot erlassen. Fachschaften und studentische Initiativen sind seither gezwungen in kommerzielle Clubs in der Stadt oder ins AZ (AusländerInnenzentrum hinter’m Kulturcafe) auszuweichen.
Mit dem Brandschutz-Argument sollen zukünftig auch Partys im AZ als letztem Hort mehr oder weniger studierendenfreundicher Konditionen (z.B. selbstverwaltete Theke) und Preise verboten werden. Höchste Zeit also, die Partyfrage wieder etwas offensiver zu diskutieren. Gerade Fachschaften sollten in Erwägung ziehen, ob die temporäre Aneignung von Uniräumlichkeiten nicht geeignet ist, praktische Lösungswege aus dem Dilemma aufzuzeigen. Unsere Semesterstartparty an der RUB finden übrigens bereits zum 16. Mal statt – wie immer unangemeldet.
In diesem Sinne: Lasst euch nicht alles gefallen, Partyfreiräume durchsetzen!«

 
 
 
 


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