Dienstag 03.06.14, 14:51 Uhr

Protest-Frühstück bei Johnson Controls

Johnson Controls Bochum hatte im Februar dieses Jahres den Betriebsrat über den Wirtschaftsausschuss von der Absicht unterrichtet, die Sitzproduktion für Opel zum 31.12.2014 einzustellen. Neben dem Auslaufen befristeter Beschäftigungsverhältnisse und dem Abbau der Leiharbeit wurde dem Betriebsrat eine Zahl von bis zu 220 betriebsbedingten Kündigungen mitgeteilt. Hierzu erklärt die IG Metall Bochum: »Nach 4 Informationssitzungen des Wirtschaftsausschusses haben im Mai die Verhandlungen über einen Interessenausgleich zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat von Johnson Controls begonnen. Vor der heutigen 3. Verhandlungsrunde hatte die IG Metall Bochum-Herne zu einer gemeinsamen Frühstückspause eingeladen, um mit den Beschäftigten und dem Betriebsrat über den Stand der Verhandlungen zu diskutieren.
An der gemeinsamen Frühstückspause nahmen rund 200 Beschäftigte der Frühschicht teil und machten Ihrem Ärger über die Haltung der Geschäftsführung von Johnson Controls in den Verhandlungen Luft. Betriebsrat und IG Metall fordern den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Stattdessen solle das Unternehmen ein freiwilliges Abfindungsprogramm anbieten. Der Betriebsrat hat dazu in den Verhandlungen einen Entwurf für eine entsprechende Betriebsvereinbarung vorgelegt. Außerdem verlangten die Beschäftigten von Johnson Controls ernsthafte Bemühungen zur  Schaffung neuer Arbeitsplätze. Schon im Jahr 2013 hatten Betriebsrat und IG Metall die Geschäftsführung aufgefordert, sich um Alternativen und neue Beschäftigung für dieses Szenario zu bemühen. Nach ca. einer Stunde nahmen die Beschäftigten die Arbeit wieder auf. Dabei ließen sie es sich nicht nehmen in einem spontanen, lautstarken gemeinsamen Marsch in die Produktionshalle zurück zu kehren.«

 
 
 
 


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