Mittwoch 23.04.14, 15:26 Uhr

Spielfilm „Sie nannten ihn Amigo“

Das DDR-Kabinett-Bochum zeigt am Freitag, den 2. Mai um 19:00 Uhr im „Haus Lotz“,  Annastraße 25, den Spielfilm „Sie nannten ihn Amigo“. In der Einladung heißt es: »Eine antifaschistische Haltung war in der DDR Konsens, weshalb später in Westmedien oft auch die Rede vom „verordneten Antifaschismus“ war. Der Begriff „verordnet“ lässt im Kunstbereich auf Figurenklischees schließen, tatsächlich jedoch sind antifaschistische Filme aus der DDR künstlerisch oft sehr ambitioniert. In dem Spielfilm „Sie nannten ihn Amigo“ aus dem Jahr 1959 sind exemplarisch Stärken und Schwächen des antifaschistischen Genres vereint.
Es handelt sich um die Verfilmung eines in der DDR vielgelesenen Kinderbuchs, das die Geschichte des halbwüchsigen Amigo erzählt, der 1939 beim Spielen auf dem heimatlichen Hinterhof den entflohenen politischen KZ-Häftling Pepp trifft. Amigo hilft ihm heimlich und verpflichtet andere zum Schweigen. Doch Amigo wird verraten, verhaftet und ins KZ verschleppt. Die Geschichte handelt von Mut, Verrat, Verlust und wird spannend und emotional erzählt.
Anhand dieses Filmes wollen wir uns dem Thema des Antifaschismus in der DDR und dem Umgang mit dem Begriff in der Bundesrepublik nähern.«

2 LeserInnenbriefe zu "Spielfilm „Sie nannten ihn Amigo“" vorhanden:

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25. Apr. 2014, 02:51 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Konsens? Wohl allenfalls Hegemonie im Sinne Gramscis: Konsens, gepanzert mit Gewalt. Und als der Panzer weg war: Helmut nimm uns bei der Hand, führ uns ins Wirtschaftswunderland- verkündet von drei Blockparteien. Oder, ausserparlamentarisch auch die Steigerung: Wir sind das Volk, wir sind ein Volk, Deutschland den Deutschen, Ausländer raus. Brennen. Schießen. Morden. Egal, wie wir ja alle wissen, stammt der NSU aus Ingolstadt, Rostock-Lichtenhagen liegt neben Hechingen und mit dem Nazi-Terror hat die DäDäEr gaaaaaaar nichts zu tun.

Na dann. Auf die DäDäEr und den Antifaschistischen Schutzwall. Schön, vom DDdings-Kabinett lernen zu können, welche Schulterklappen den Genossen Forstrat vom Genossen Oberforstrat unterschieden, damals, als die Welt noch in Ordnung war…


 

27. Apr. 2014, 00:46 Uhr

LeserInnenbrief von Falk Moldenhauer:

Reden ist silber- schweigen ist gold!
Erstmal Gramsci lesen und begreifen.

Solidarische Grüße


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