Freitag 24.01.14, 08:52 Uhr
Am 1. Februar an der Wohlfahrtsstraße:

Flüchtlinge Willkommen heißen

Auf dem gestrigen Treffen des Bündnisses Bochum gegen Rechts wurde berichtet, dass der vorbestrafte Jugendfunktionär der NPD Markus Schumacher die Kundgebung der Kameradschaft Volkssturm Deutschland am 1. Februar vor der Flüchtlingsunterkunft an der Wohlfahrtsstraße angemeldet hat. Als Teilnehmerzahl hat er 15 angegeben. Das Bündnis hat beschlossen, eine Kundgebung anzumelden, mit der sich möglichst viele Menschen schützend vor das Flüchtlingsheim stellen. Die Flüchtlinge sollen im persönlichen Kontakt darüber informiert werden, dass eine große Zahl von Menschen sie Willkommen heißt. Die NachbarInnen der Unterkunft werden mit Flugblättern informiert, wer hinter dem Volkssturm steht und eingeladen, sich an der “Willkommenskundgebung” zu beteiligen.

5 LeserInnenbriefe zu "Flüchtlinge Willkommen heißen" vorhanden:

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24. Jan. 2014, 09:21 Uhr

LeserInnenbrief von Noel:

Mmmmh, wenn der NPD-Bundestagskandidat Markus Schumacher vor dem Flüchtlingswohnheim mit einem “Volkssturm” hetzen möchte, sollte man eventuell zeitgleich eine Kundgebung vor seinem Haus in Altenbochum machen und seine Nachbarn über ihn aufzuklären. Es gilt den Biedermann als das zu enttarnen was er ist: ein Brandstifter.


 

24. Jan. 2014, 22:53 Uhr

LeserInnenbrief von Erik:

Ist der Schumacher nicht schon mindestens dreimal geoutet worden? Ist das nicht allmählich lächerlich?!


 

25. Jan. 2014, 21:09 Uhr

LeserInnenbrief von Noel - von der Antifa:

Markus Schumacher steht in der Tradition des Nationalsozialismus

Markus Schumacher wurde im September 2009 (http://de.indymedia.org/2009/09/262160.shtml) und im April 2010 (https://linksunten.indymedia.org/de/node/19721) im Stadtteil Altenbochum mit Flugblättern bekannt gemacht. Also vor fünf, bzw. vier Jahren. Schon damals hatte er durch seine Tätigkeiten bei der NPD und den Nationalen Sozialisten Bochum (NSBO) mehr als genug Vorwand geliefert ihn in seinen Funktionen und Tätigkeiten für extrem rechte Gruppierungen im Stadtteil und der weiteren Bevölkerungskreisen bekannt zu machen.

All dies hat anscheinend zu keiner Einsicht geführt. Er ist wiederholt für die NPD zu Wahlen angetreten. Zuletzt als Bundestagskandidat am 22.09.2013. (http://www.abgeordnetenwatch.de/markus_schumacher-1031-75236.html)
Auf der Bochumer NPD-Internetseite hieß es im November 2011 über ihr Heldengedenken zum Volkstrauertag am Ehrenmal am Wattenscheider Busmannsweg:
„Es folgte eine mahnende Rede des Bochumer Kreisvorstandsmitgliedes, Markus Schumacher, in der er die Kriegsverbrechen gegen die deutsche Nation durch die sog. “Befreier” erläuterte. Auch wagte er eine Prognose auf die wohl in naher Zukunft stattfindenden Verbrechen in Bezug auf den von USrael drohenden Angriff auf den Iran und machte so deutlich, daß sich Geschichte immer wieder wiederholt.“ Diesen Auftritt soll Markus Schumacher mit der SA-Parole „Alles für Deutschland“ beendet haben. So die Aussagen zweier Polizeizeugen zu diesem Vorfall. Deren Aussagen flossen in einen Prozeß am 29. März 2012 vor dem Amtsgericht Bochum ein. Der dem Gericht vorsitzende Richter Mölder verurteilte Markus Schumacher daraufhin wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a) zu drei Monaten Gefängnis, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Sowie 100 Sozialstunden. (Aktenzeichen: 37 Ds 987/11)
Somit steht Markus Schumacher zur Zeit unter Bewährung.
Markus Schumacher suchte in den letzten Jahren wiederholt Anschluss bei dem Nationalen Widerstand und „Die Rechte“ in Dortmund. Als am 30. April 2013 „Die Rechte“ mit den Rufen „Arbeit, Freiheit, Recht und Brot – Nationaler Sozialismus oder Tod“ und „Ein Hammer, ein Stein – ins Arbeitslager rein“ durch Dortmund zog, durfte er nicht fehlen.(http://nrwrex.wordpress.com/2013/05/02/do-aufmarsche-der-die-rechte-am-30-april-und-1-mai-eine-zusammenfassung)
Ebenso suchte er den Kontakt mit dem so genannten „Ewers Clan“, der 2012 von Bochum-Langendreer nach Dortmund zog und dort zum direkten Umfeld der bekannten „Skinheadfront Dortmund-Dorstfeld“ zählt.
(https://linksunten.indymedia.org/de/node/55982, https://linksunten.indymedia.org/de/node/73456,
https://linksunten.indymedia.org/de/node/98498)
Zu seinem straffälligen Umfeld aus Bochum hält er auch engen Kontakt. So war er mit weiteren seiner Kameraden bei dem Prozessauftakt gegen seinen Freund Andre Zimmer vor vier Monaten anwesend. (https://linksunten.indymedia.org/de/node/95534)
Für den Stadtteil Altenbochum ist zu verzeichnen, dass sich Markus Schumacher und seine Kameraden in der Goystraße treffen und im Stadtteil ihre NS-Propaganda verkleben.
Nun meldet er für den „Volkssturm Deutschland“ eine Kundgebung vor einer Flüchtlingsunterkunft an. Diese Gruppe benennt sich nach einer militärischen Formation aus der Endphase des 2. Weltkriegs. Auf Wikipedia heißt es: „Die Bildung des Deutschen Volkssturms wurde am 18. Oktober 1944, dem 131. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, publik gemacht und zwei Tage später offiziell verkündet. Dadurch konnten erste Volkssturmverbände propagandawirksam vorgeführt werden, die auf einen Führererlass vom 25. September 1944 hin aufgestellt worden waren.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Volkssturm)
Ob eine extrem rechte Organisation die sich „Volkssturm Deutschland“ nennt nicht per alliierten und deutschen Gesetz verboten gehört lassen wir einmal dahingestellt. Fest steht für was Markus Schumacher unter dieser Namensgebung antritt. Für Nichts weiter als das verbrecherische „Dritte Reich“ und die NS-Diktatur.

Grund genug sein Wirken nach vier/fünf Jahren ein weiteres Mal bekannt zu machen. „Lächerlich“ ist dies Anliegen nicht. Allemal berechtigt.

Die Idee zeitgleich eine Kundgebung zu machen zielt auf mehr ab, als bloße Flugblätter mit Informationen zu verteilen.
- So bekommen die NachbarInnen wirklich mit, was der Bundestagskandidat der NPD mit seinem „Volkssturm“ so treibt.
- Kundgebungen solcher Art versprechen mediale Aufmerksamkeit und stellen eine größere Gegenöffentlichkeit dar als so genannte Outings.
- Dies ist eine direkte Antwort auf rassistische und volksverhetzende Mobilisierung bei denjenigen, die sich mit solchen Taten schmücken und dies als Imagegewinn für sich sehen. Sie werden öffentlich zur Rede gestellt, zur Verantwortung gezogen und können sich nicht in ein anonymes Biedermann-Reihenhaus zurückziehen, nachdem sie mit einem „Volkssturm“ woanders einen Brand gestiftet haben.
- Diese Antwort ist direkt. Sie erfolgt zeitgleich und steht im unmittelbaren Zusammenhang zu ihrem Handeln.
- Sie gehen über das bloße Reagieren bei solch volksverhetzenden Aktionen hinaus.

(p.s.: Wenn Menschen wie Markus Schumacher obendrein meinen andere Personen aus dem Sozialsystem ausschließen und das Recht auf Asyl abschaffen zu wollen (siehe NPD-Seite von Bochum vom 15.11.2013) sollte man ihnen zeigen wo der demokratische Hammer hängt.)


 

26. Jan. 2014, 04:01 Uhr

LeserInnenbrief von Erik:

@Noel – von der Antifa (hätte die Nachricht lieber als PM geschickt). Du hast mich etwas mißverstanden, sollten nicht als Biedermänner getarnte weitgehend unbekannte Brandstifter hervorgezogen werden und nicht Leute, die bereits hinlänglich bekannt sind?! (schon allein durch Wahlantritte kommt das ja einem sagen ein “Selbst-Outing” gleich.?) Das war der Gedanke.


 

26. Jan. 2014, 16:34 Uhr

LeserInnenbrief von Gretel:

Man muss an dieser Stelle Noel recht geben. Eine solche Kundgebung wäre mal angebracht


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