Dienstag 22.10.13, 19:28 Uhr

75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Der Bochumer Kinder- und Jugendring informiert in einer Mitteilung über die diesjährige Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht: »Am 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen und Gebetshäuser angezündet, wurden jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert, gab es zahlreiche Verhaftungen Unschuldiger und es wurden Menschen ermordet. Die Nazis ließen ihrem Hass auf Juden – auch in Bochum – für alle sichtbar freien Lauf und zerstörten die alte Synagoge. Diese Nacht war das Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Die Reichspogromnacht am 09. November 1938 führte der Weltöffentlichkeit drastisch vor Augen, dass Juden in Deutschland brutal verfolgt wurden.
In Bochum und in vielen anderen Städten in Deutschland wird mit den alljährlichen Gedenk-veranstaltungen dafür Sorge getragen, dass die traurigen Ereignisse im Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten und für die Zukunft mahnen. Um den Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde die Möglichkeit zu geben, an der zentralen Gedenkveranstaltung an den Stelen (Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz) teilzunehmen, beginnt die Veranstaltung wegen des Sabbat erst um 17.30 Uhr.
In diesem Jahr soll an die Verschleppung jüdischer Männer in Konzentrationslager und Gefängnisse nach dem 09. November 1938 erinnert werden. Schüler des Neuen Gymnasiums beleuchten anhand ausgewählter Biografien die Dramatik des Geschehens für die Betroffenen und für ihre Angehörigen. Grußworte werden die Oberbürgermeisterin Frau Dr. Scholz und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Herr Grigory Rabinovich sprechen.
Die Gedenkveranstaltung wird vom FaGot-Chor musikalisch begleitet.
Zum Abschluss der Veranstaltung legen die Oberbürgermeisterin und Vertreter von Parteien, von der VVN-BdA und vom Kinder- und Jugendring Kränze zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus nieder.
Die Gedenkveranstaltung zum 09. November wird in Kooperation vom Arbeitskreis „09. November“ und vom Kinder- und Jugendring Bochum durchgeführt.
Unter der Leitung von Dr. Hubert Schneider (Verein Erinnern für die Zukunft) und von Wolfgang Dominik (VVN-BdA) werden um 15.30 Uhr zwei Rundgänge zu den „Stolpersteinen“ durchgeführt, die in den vergangenen Jahren in Bochum verlegt worden sind. Der Treffpunkt mit Wolfgang Dominik ist vor dem Schauspielhaus und der Treffpunkt mit Dr. Hubert Schneider ist an den Stelen (Harmoniestraße / Dr.-Ruer-Platz).
Nach dem Ende der zentralen Gedenkveranstaltung besteht um 19.00 Uhr die Möglichkeit, die neue Synagoge zu besichtigen. Führungen bieten Aaron Noar und Roman Domnin von der Jüdischen Gemeinde an.«

1 LeserInnenbrief zu "75. Jahrestag der Reichspogromnacht" vorhanden:

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23. Okt. 2013, 09:12 Uhr

LeserInnenbrief von Andreas:

Nur zur Info:

Am 9. November, dem 75. Jahrestag der Reichspogrom-Nacht (!), hat die Partei “Pro NRW” eine Doppelkundgebung gegen “Armutseinwanderung” und “Asylmissbrauch” angemeldet – vor einem überwiegend von Roma und Sinti bewohnten Häuserblock in Duisburg-Bergheim sowie einem ehemaligen Hospital in Duisburg-Neumühl,in dem möglicherweise Asylsuchende untergebracht werden sollen, gegen deren Unterbringung sich bereits Anwohner_innen-Proteste formiert haben.


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