Freitag 15.03.13, 15:37 Uhr
Aufruf zur Beteiligung am Aktionstag am 13. April in Bochum

Jugendring fordert: UmFAIRteilen!

Der Vorstand des Bochumer Kinder- und Jugendrings ruft dazu auf, sich zahlreich am dezentralen Aktionstag „umFAIRteilen“ am 13. April in Bochum zu beteiligen und schreibt: »Die öffentliche Armut trifft immer auch Kinder, Jugendliche und ihre Familien und die Träger der Kinder- und Jugendarbeit, die notwendige Leistungen nicht mehr in ausreichendem Umfang erbringen können. Wenige Reiche in unserem Land werden reicher und viele Arme werden ärmer. Großem privaten Reichtum steht folgenreiche öffentliche Armut gegenüber. Gerade die Menschen in den Ruhrgebietsstädten bekommen hautnah zu spüren, was öffentliche Armut für sie heißt. Die Öffnungszeiten von Bibliotheken sind in Bochum eingeschränkt worden. Der Besuch von Schwimmbädern oder städtischen Kulturveranstaltungen ist teurer geworden. Dienstleistungen der Stadt werden reduziert. In den Jugendfreizeithäusern gibt es einen riesigen Investitionsstau und zahlreiche Schulen vermitteln unseren Kindern und Jugendlichen nicht gerade Lust aufs Lernen. Der Berufseinstieg für viele Jugendliche wird immer schwieriger und die Stadt Bochum baut Ausbildungsplätze ab.
Die Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien hat in Bochum ein dramatisches Ausmaß angenommen. Annähernd 5.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren leben in „Hartz-IV-Familien“.
Für Investitionen in Bildung, für Soziales, für Kultur und für eine bessere öffentliche Infrastruktur werden dringend zusätzliche finanzielle Mittel benötigt. Übergroßer Reichtum muss mit einer dauerhaften Vermögenssteuer und einer einmaligen Vermögensabgabe viel stärker besteuert werden.
Das „Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ organisiert den dezentralen Aktionstag des „umFAIRteilen-Bündnisses“ in Bochum und ruft zu zwei Demonstrationszügen und zu einer Kundgebung auf.
Treffpunkte für die Demonstrationen sind die Wittener Straße gegenüber dem Opelwerk und das ver.di-Haus. Mit dem Zug vom Opelwerk soll die Solidarität mit den Mitarbeitenden von Opel zum Ausdruck gebracht werden. Der Demozug von ver.di wird stärker das Thema öffentliche Armut in den Blick nehmen.«

 
 
 
 


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