Dienstag 15.01.13, 10:34 Uhr

Solidarität statt Armut

Die Linke im Bundestag lädt am Montag, den 21. Januar um 19 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Solidarität statt Armut – Opel Bochum muss bleiben“ im Jahrhunderthaus Bochum auf der Alleestraße 80 ein.  Nach einer Einführung und unter der Moderation der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen werden die stellvertretende Vorsitzende der linken Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht, der Betriebsratsvorsitzende von Opel Bochum, Rainer Einenkel, die 1. Bevollmächtigte der IG Metall in Bochum, Eva Kerkemeier, und Holger Schelte vom Paritätischen Wohlfahrtsverband nach kurzen Einstiegsreferaten sich dem Publikum zur Diskussion stellen.
Sevim Dagdelen erklärt zu der Veranstaltung: “Ich freue mich sehr auf die erste politische Veranstaltung in Bochum zum Thema Opel nach Bekanntgabe der Schließungspläne im Dezember 2012.  Mit der geplanten Schließung von Opel Bochum ab 2016 geht es nicht nur um die über 3400 Beschäftigten in Bochum. Nach einer Studie der Uni Aachen sind NRW-weit, ganz besonders im Ruhrgebiet, rund 45000 Arbeitsplätze direkt betroffen. Die Schließung von Opel Bochum wäre deshalb nicht nur ein schwerer Schlag für die Menschen in Bochum, sondern für das ganze Ruhrgebiet. Gerade die Menschen im Ruhrgebiet sind aber bereits jetzt immer stärker von Armut betroffen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband spricht sogar von einem armutspolitischen Erdrutsch.
Rainer Einenkel wird bei der Veranstaltung zur aktuellen Situation, dem geplanten Solidaritätsfest des Betriebsrates am 3. März, zur Stimmung unter den Beschäftigten und ihren Forderungen Stellung beziehen. Welche Perspektiven gewerkschaftlichen Widerstandes für den Erhalt des Opel Werkes in Bochum die IG Metall bietet, diskutiert Eva Kerkemeier. Die Auswirkungen der Deindustrialisierung im Ruhrgebiet, die Armutsentwicklung und mögliche Folgen der Schließung von Opel Bochum für Bochum und die ganze Region wird Holger Schelte vom Paritätischen in den Blick nehmen. Warum Opel auch das erste Opfer der europäischen Kürzungsdiktate von Bundeskanzlerin Merkel ist und welche Alternativen diese Antikrisenpolitik hat, wird Sahra Wagenknecht beleuchten. Ich freue mich auf spannende Diskussionen und lade alle Bochumerinnen und Bochumer ein, mit uns zu diskutieren.”

 
 
 
 


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