Mittwoch 28.11.12, 19:41 Uhr
Dank Steinbrück ein kleines Stückchen Einblick, aber:

Was blieb uns mit Ackermann erspart?

Die Bochumer verdanken Peer Steinbrück, dem gescheiterten Ministerpräsidenten von NRW, einiges. Ohne seine – so wahrscheinlich nicht gewollte – Transparenzoffensive hätte die Öffentlichkeit niemals dieses kleine Stückchen Einblick in den sozialdemokratischen Filz zwischen der Stadt und ihren Töchtern bekommen. Und: Es gibt jetzt zumindest eine vage Vorstellung davon, für wie viel Geld Sascha Hellen die Eitelkeit prominenter SozialdemokratInnen in den unterschiedlichsten Funktionen bedient hat. Die Grünen in Bochum sind vor ziemlich genau 13 Jahren eine Koalition mit der SPD in Bochum eingegangen. Eines ihrer erklärten Ziele war der Kampf gegen den Filz. Alles spricht dafür, dass sie Teil des Filzes geworden sind. Bemerkenswert bei dieser Enthüllungsgeschichte ist die ziemlich ambitionierte journalistische Arbeit der Bochumer WAZ-Redaktion. Hier gäbe es noch einen kleinen Tipp: Es wäre doch ganz interessant zu erfahren, wie viel Geld die einschlägigen Sponsorinnen und letztendlich die Stadt eingespart haben, weil einige engagierte Menschen Josef Ackermann dazu gebracht haben, im letzten Jahr seinen Auftritt im Schauspielhaus abzusagen. Die Bochumer Lokal-Redaktion könnte einfach den Chef der Zentralredaktion Ulrich Reitz fragen, was ihm Sascha Hellen dafür geboten hat, dass er bereit ist, den Bühnenauftritt von Ackermann und Stoiber zu moderieren.

 
 
 
 


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