Mittwoch 10.10.12, 15:36 Uhr
ADFC startet bundesweiten Fahrradklima-Test

RadfahrerInnen bewerten ihre Städte

Wie fahrradfreundlich ist Ihre Stadt? Diese Frage stellt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) jetzt im fünften Fahrradklima-Test. Mithilfe von 27 Fragen in fünf Kategorien auf Frage­bögen oder im Internet unter www.fahrradklima-test.de können RadfahrerInnen bis zum 31. Oktober 2012 deutschlandweit die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstädte bewerten. Mit Spannung sieht der ADFC Bochum dem Abschneiden der Stadt Bochum entgegen und ruft die radelnden Bürgerinnen und Bürger auf, die Situation in ihrer Gemeinde zu bewerten. 1991, beim ersten Fahrradklima-Test, bekam Essen die „Rostige Speiche“ für das schlechteste Ergebnis. Danach ging ein Ruck durch die Stadt. Essen musste fahrradfreundlich werden. Seit 1995 ist Essen Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS). Bochum ist auch 2012 noch nicht in der AGFS.
Beim Rennen um den letzten Platz wurde Bochum von Essen seinerzeit nur knapp geschlagen. Bei acht von 21 Fragen hatte Bochum noch schlechtere Noten als Essen!
Ist Bochum immer noch ein Topkandidat für die Rostige Speiche?
Alle Bürgerinnen und Bürger haben jetzt die Gelegenheit, ihre ganz persönliche Sicht und ihre Erfahrungen zur Fahrradfreundlichkeit der Stadt beim Fahrradklima-Test des ADFC Bochum kundzutun. Neben den standardisierten Fragen gibt es die Möglichkeit, einen individuellen Kommentar zur Situation des Radverkehrs vor Ort abzugeben. Der ADFC Bochum appelliert an alle Radlerinnen und Radler, ihre Gemeinde zu bewerten. „Je mehr Menschen beim Fahrradklima-Test mitmachen, umso treffsicherer wird das Ergebnis in den einzelnen Kommunen“, so Klaus Kuliga, Vorsitzender des ADFC Bochum. „Das Ergebnis kann den Kommunen dann helfen, ihre Radverkehrsförderung weiterzuentwickeln“, so Kuliga weiter
Der Fahrradklima-Test wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) und unterstützt von der Fahrrad-Fachhandelsgruppe ZEG. Für alle die keinen Internetzugang haben, gibt es beim ADFC und bei den ZEG-FahrradhändlerInnen gedruckte Fragebögen. Smartphone-NutzerInnen können sich über einen QR-Code beteiligen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Januar 2013 vorliegen.

 
 
 
 


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