Freitag 01.06.12, 19:50 Uhr

Bundesweites Antifa Camp in Dortmund

Am Samstag, den 9. Juni findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Informationsveranstaltung über ein bundesweites Antifa Camp in Dortmund statt. In der Ankündigung heißt es: »Dortmund ist nicht nur bekannt als die Stadt des mehrmaligen Meisters im Herrenfußball, sondern leider auch für seine Neonaziszene mit bundesweiter Ausstrahlung. Zwei rechtsradikale Gruppen deklarieren Dortmund als “ihre Stadt” und versuchen, mit Übergriffen gegen vermeintliche Linke oder “Nicht-Deutsche” den Mythos des”Nazi-Stadtteils Dorstfeld” aufrecht zu erhalten. Das für Ende August geplante, bundesweite Antifacamp in Dortmund tritt an, genau diesen Zustand zu entmystifizieren.
Jahrelang verhinderte eine Stadtpolitik des Wegschauens und Ignorierens des Problems einen antifaschistischen Umgang mit der Situation. Während sich die Nazis die letzten Jahre in Sicherheit wiegen konnten, wurden antifaschistische Aktivitäten immer wieder von der Polizei und der Stadt kriminalisiert. Nicht zuletzt dadurch konnte sich eine Szene in Dortmund-Dorstfeld festsetzen, welche bundesweit stark vernetzt ist. Ihr jährlicher “Nationaler Antikriegstag” am ersten Septemberwochenende ist nach Dresden zum wohl bundesweit bedeutendsten, kontinuierlichen Neonazi-Event geworden. In den Wochen vor ihrem Aufmarsch organisieren die Rechten so genannte “Aktionswochen”, in denen sie ihre Propaganda verteilen und für ihren Aufmarsch werben.
Autonome und antifaschistische Gruppen aus NRW und dem Bundesgebiet finden den Status quo in Dortmund unerträglich und organisieren deshalb ein antifaschistisches Camp in Dortmund, um den Nazis ihren Raum zu nehmen und ihnen die Aktionswochen zu versauen.
Am Samstag, den 09.06. um 19 Uhr im Sozialen Zentrum werden Referent_innen über das Camp, seine Absichten und Ziele, sowie über den “Nationalen Antikriegstag” und die geplanten Gegenaktionen informieren.
Danach kann noch an der Theke weiter überlegt werden, wie wir aus Bochum die antifaschistischen Aktionen in Dortmund unterstützen können.
Weitere Infos findet ihr unter: http://antifacamp.org/«

 
 
 
 


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