Donnerstag 26.04.12, 12:32 Uhr
NGG fordert 6 Prozent mehr Lohn für Bäckerei-Beschäftigte

Keine kleinen Brötchen backen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) schreibt: »Bäcker in Bochum wollen keine kleinen Brötchen backen: Wer in einer Bäckerei arbeitet, soll künftig mehr verdienen. NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent. „Für einen jungen Gesellen würde dies am Monatsende gut 110 Euro mehr bedeuten. Genau so viel hätte dann auch die erfahrene Fachverkäuferin zusätzlich auf dem Gehaltskonto“, sagt Yvonne Sachtje. Neben einem besseren Lohn will die Geschäftsführerin der NGG Ruhr mehr Gerechtigkeit am Verkaufstresen durchsetzen: „Wer morgens schon vor 5 Uhr oder abends ab 20 Uhr hinter der Ladentheke steht, der bekommt dafür im Moment keinen Cent extra“, so Sachtje. Im Bäckereiverkauf gebe es keine Zuschläge für Früh- oder Nachtschichten. Damit müsse jetzt Schluss sein. Betroffen seien überwiegend Frauen. „Wer in Bäckereien, Backshops und Backpavillons extrem früh oder spät Brot, Baguettes, Brötchen und Kuchen verkauft, der hat einen Zuschlag verdient. Das ist nämlich ein hartes Brot“, sagt die NGG-Geschäftsführerin.
Yvonne Sachtje fordert den Bäcker-Innungsverband Westfalen-Lippe auf, einen neuen Manteltarifvertrag abzuschließen. Die Arbeitgeber hatten diesen einseitig gekündigt. „Die Bäckerei-Beschäftigten in Bochum warten nun schon zwei Monate auf eine Lohnerhöhung“, so Sachtje. In der ersten Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgeber kein akzeptables Angebot vorgelegt. Am 7. Mai kommen NGG und Arbeitgeber erneut zusammen. Yvonne Sachtje geht dabei von „einer harten Auseinandersetzung“ aus, bei der die NGG „auf keinen Fall kleine Brötchen backen“ will.«

 
 
 
 


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