Dienstag 06.03.12, 17:19 Uhr

Der DGB zum Internationalen Frauentag

Um die Chancengleichheit von Frauen in der Arbeitswelt ist es in Bochum schlecht bestellt, meint der DGB und schreibt: »„Frauen arbeiten mehr in Teilzeit, haben öfter einen Minijob und ihr Einkommen ist im Schnitt 23 % niedriger als das der Männer. Es ist ein Skandal, dass Deutschland beim Lohnabstand zwischen Männern und Frauen einen traurigen `Spitzenplatz` in der EU einnimmt,“ so DGB Stadtverbandsvorsitzende Ulrike Kleinebrahm. Von den 36.000 Minijobs in Bochum sind nach DGB Angaben über 22.000 von Frauen besetzt. Nur 5.300 Männer aber 22.600 Frauen arbeiten Teilzeit. „Diese Entwicklung ist umso unverständlicher, da Frauen die bessere Qualifikation haben. Aber dies allein sichert ihnen keine Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt, “ meint Kleinebrahm.
Für viele Beschäftigte – in der Regel sind es Frauen – ist es schwer, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Längere Arbeitszeiten, Schichtarbeit, erhöhter Leistungsdruck prägen den Arbeitsalltag vieler. „Vereinbarkeit von Arbeit und Leben darf kein Frauenthema bleiben, “ so die DGB Vorsitzende. „Wir fordern deshalb bessere Qualifizierungsmöglichkeiten während der Elternzeit, ein verbindliches Recht auf Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit ein familienfreundliches Betriebsklima.“
Grund genug für den DGB an den 8. März, dem Internationalen Frauentag zu erinnern, der in diesem Jahr unter dem Motto „Heute für morgen Zeichen setzen“ steht.
Am Sonntag, den 11. März beginnt ab 11.00 Uhr eine Veranstaltung mit der Kabarettistin Esther Münch im Jahrhunderthaus. Eintrittskarten zu 8 € sind im Vorverkauf beim DGB, Alleestr. 80, erhältlich.
Im Rahmen der Bochumer Frauenwochen wird darüber hinaus im Jahrhunderthaus am 11.03.2012 die Ausstellung „Einblicke … in den Berufsalltag von Sexarbeiterinnen“ von Mareen Heying & Monica Brauer eröffnet. Sie wird bis Mai im Foyer des Hauses zu sehen sein.«

 

 
 
 
 


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