Freitag 03.02.12, 13:26 Uhr

DGB zu Sonntagsöffnungszeiten

Der DGB hat die Entscheidung des Stadtrates begrüßt, den Sonntagsöffnungen nicht zuzustimmen. „Die Sonntagsöffnung ist laut Gesetz nur bei einem öffentlichen Interesse möglich. Hiervon konnte der Stadtrat offensichtlich nicht überzeugt werden. Welches öffentliche Interesse soll befriedigt werden, wenn an einem Familienfest, zur Frühjahrskirmes, Palmsonntag oder am Muttertag Socken, Butter, Klopapier oder ein Fernseher gekauft werden kann “, fragt DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Die Entscheidung des Rates sei folgerichtig gewesen.  „Wir brauchen eine Diskussion über Werte in unserer Gesellschaft. Immer stärker verbreitet sich inzwischen die Neigung, die wirtschaftlichen Interessen und die ökonomische Betrachtungsweise absolut zu setzen und ihnen alle Dimensionen des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens unterzuordnen“, so Michael Hermund.
Um hier eine Debatte anzustoßen sei die Ratsentscheidung wichtig.
„ Bochum ist die erste Stadt im Ruhrgebiet, die eine solche Entscheidung getroffen hat. Damit ist sie Vorbild. Andere werden folgen. Davon bin ich überzeugt, “ meint Hermund.
Die Allianz für den freien Sonntag hat jetzt den Einzelhandelsverband eingeladen um über die zukünftige Entwicklung zu diskutieren. „Aus unserer Sicht geht es um „Gute Arbeit“ im Einzelhandel, um Öffnungszeiten des Einzelhandels im Allgemeinen aber im Besonderen an Sonn- und Feiertagen aber auch um die Rahmenbedingungen in Bochum, die offenbar dazu führen, dass in den Stadtteilzentren mehr und mehr Ladenlokale leer stehen und der großflächige Handel auf der „grünen Wiese“ immer mehr an Bedeutung gewinnt,“ so Hermund.

 
 
 
 


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