Dienstag 20.12.11, 21:57 Uhr

Das rechte Auge der Polizei

Im einem WAZ-Interview dokumentiert der Bochumer Kripo-Chef Andreas Dickel heute noch einmal eindrucksvoll, wie stark die Polizei ein Teil des Nazi-Problems ist. Auf die Frage: “Mehrere Langendreerer fühlen sich von der Polizei im Stich gelassen bei dem rechten Problem” antwortet Dickel: “Die intensive polizeiliche Präsenz in Langendreer in den vorigen Wochen diente dazu, den Frieden wieder herzustellen”. Er bedient damit einen Diskurs, der eine Auseinandersetzung von Linken und Rechten unterstellt, statt schlicht und ergreifend fest zu stellen: Mit einem gewaltigen Polizeiaufgebot haben wir es geschafft, dass die Nazis sich zur Zeit keine Übergriffe mehr trauen. Stattdessen findet es Dickel wichtig zu verkünden: “Die linke Szene hat hier eine Tradition, die sich bis auf die 68er-Generation zurückverfolgen lässt. Und natürlich gibt es in diesem Spektrum wie im rechten Spektrum auch Leute, die ungeduldig, unduldsam sind und ihre Ziele schnell erreichen wollen und meinen, dass dafür Gewalt zulässig sein könne.”

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21. Dez. 2011, 11:09 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

Strafvereitelung im Amt oder Beihilfe zum Terror?
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Zum Schutz vor Bedrohungen vor der Nazi-Szene sind Verfassungschutz und die verbrüderte politische Polizei („Staatsschutz“) sicherlich die falschen Adressat_innen: stehen sie doch nicht erst seit heute im Verdacht der Strafvereitelung im Amt, wenn nicht gar der Beihilfe zum Terror.


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