Montag 25.10.10, 20:52 Uhr

Erfolgreiche Antirassismus-Konferenz

Die Konferenz „Antirassismus und Interkultur“ am vergangenen Samstag bei ver.di war ein voller Erfolg, so die VeranstalterInnen vom Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. Über 60 interessierte TeilnehmerInnen aus der interkulturellen Arbeit, dem Sozial- und Kulturbereich, aus Parteien und Gewerkschaften, Rats- und Ausschussmitglieder sowie VertreterInnen von Initiativen und Hochschule verfolgten die Referate und Podiumsdiskussionen. Gudrun Müller stellte in ihrer Begrüßungsansprache fest, dass ver.di gern die Räumlichkeiten für ein solch wichtiges Thema bereitgestellt hat. Die BoFo-Vorsitzende Deniz Sert machte anschließend den Grundgedanken der Konferenz deutlich: „Es geht bei Diskriminierung nicht um kulturelle oder gar religiöse Differenzen. Integration ist eine soziale Frage! Und Kultur muss immer als Interkultur gedacht werden.“ In der Podiumsdiskussion zu „Antirassismus/Antidiskriminierung“ waren sich alle TeilnehmerInnen einig, dass Rassismus und Diskriminierung kein individuelles Problem ist, sondern politische und strukturelle Ursachen hat, die es zu bekämpfen gilt. In den anschließenden Beiträgen zu „Kultur als Interkultur“ wurde deutlich, wie problematisch eine klare Begriffsdefinition von „Interkultur“ eigentlich ist. Bereits in seinem Impulsreferat stellte der Journalist Miltiadis Oulios fest: „Das Andere ist das Normale“. „Solch eine Konferenz war in Bochum schon längst überfällig. Das muss unbedingt fortgeführt und vertieft werden. Schade nur, dass keine VertreterIn des Bochumer Integrationsbüros anwesend war”, so das Fazit einer Teilnehmerin.

 
 
 
 


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