Donnerstag 08.07.10, 11:00 Uhr
Reisebericht aus Palästina

Eindrücke aus einem besetzten Land

Am Montag, den 12.7. berichten Bridget Chappel (Australien) und Ryan Olander (USA) vom International Solidarity Movement (ISM) um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer von ihrem kützlichen Besuch in Palästina. Sie berichten über ihre Erfahrungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem. In der Ankündigung heißt es: “ISM ist eine palästinensisch geführte Bewegung, sie basiert auf gewaltlosen Prinzipien und Aktionen und fühlt sich dem Widerstand gegen die israelische Besatzung verpflichtet. 2001 gegründet von Aktivisten, zielt ISM darauf ab, den öffentlichen Widerstand gegen die israelische Besatzung zu stärken, indem sie der palästinensischen Bevölkerung zur Seite steht: Mit internationalem Schutz und einer Stimme, um einer scheinbar unbesiegbaren Besatzungsmacht entgegenzutreten.
2004 und 2006 wurde ISM für den Friedensnobelpreis nominiert. ISM unterhält u. a. ein Büro in Ramallah und vernetzt Aktivisten unterschiedlicher Herkunft im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und in Gaza.
Bridget Chappel (Australien) und Ryan Olander (USA) waren beide über längere Zeit als Koordinatoren der internationalen Unterstützung für die Rechte der Palästinenser vor Ort tätig. Sie berichten über
* Formen des gewaltfreien Widerstandes gegen die israelische Besatzung wie die Freitags-Demonstrationen in Bil’in und Nailin und die Arbeit der Bürgerkomitees dort, über
* die zahlreichen Repressalien und Übergriffe der Armee sowie radikaler Siedler gegen die Landbevölkerung im gesamten Westjordanland,
* den verstärkten Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und an anderen Orten.
Verstärkt finden nächtliche Razzien statt mit zahlreichen Verhaftungen, darunter auch prominente Vertreter des gewaltfreien palästinensischen Widerstandes wie Jamal Jumah oder Abdallah Abu Rahmah. Die Armee geht dabei mit äußerst brutalen Mitteln gegen friedliche Demonstranten vor; es kommt oft zu Verletzten, zuweilen sogar zu Toten. Palästinenser werden gefangen genommen, verschleppt und oft ohne Anklageerhebung monatelang unter härtesten Haftbedingungen inhaftiert. Die Referenten berichten anhand ihnen bekannter Fälle über die miserable Lage von politischen Gefangenen in Palästina.
Der AK Palästina wird über historisch Hintergründe der aktuellen Situation informieren.
Abschließend soll diskutiert werden, was wir tun können, um die Palästinenser im Kampf um ihre Rechte zu unterstützen. Die beiden Aktivisten zeigen uns Möglichkeiten der praktischen Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung, Hilfeleistung vor Ort ebenso wie Durchführung weltweiter Kampagnen.”
Das ganze ist eine Veranstaltung des AK Palästina NRW e.V in Kooperation mit dem Bahnhof Langendreer.

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9. Jul. 2010, 02:59 Uhr

LeserInnenbrief von tja:

Für rund 200 Euro kann man nach Israel und zurück fliegen, um sich die Verhältnisse vor Ort anzusehen. Das sei auch dringend empfohlen, bevor man sich – bar jeder Kenntnis der Situation vor Ort – bei Veranstaltungen wie der angekündigten womöglich über Dinge aufregt, von denen man keine Ahnung hat.


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