Dienstag 22.06.10, 16:00 Uhr
Internationaler Tag zur Unterstützung Folterüberlebender

Folter-Trauma-Gerechtigkeit heilt

Die Medizinische Flüchtlingshilfe (MFH) Bochum lädt am 28. Juni um 19.30 Uhr in Kooperation mit der Christus-Kirche eben dort anlässlich des „Internationalen Tags zur Unterstützung von Folterüberlebenden” zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. In der Ankündigung heißt es: »Am 26. Juni 1987 trat die UN-Konvention gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe in Kraft. Seither gilt international ein absolutes Folterverbot. Doch auch mehr als zwanzig Jahre später ist systematische Folter noch heute in 150 Ländern weltweit verbreitet. Um die Abschaffung der Folter voranzutreiben, erklärte die UN-Vollversammlung 1997 den Tag der Verabschiedung der Anti-Folter-Konvention zum internationalen Aktionstag zur Unterstützung der Folteropfer. Aus diesem Anlass berichtet Knut Rauchfuss von der Medizinischen Flüchtlingshilfe über die Folgen von Folter, Möglichkeiten der therapeutischen Versorgung von Folterüberlebenden sowie über die Bedeutung einer länderübergreifenden strafrechtlichen Verfolgung von Folterern.

Die Medizinische Flüchtlingshilfe ist eine sozialmedizinische Menschenrechtsorganisation und betreibt in Bochum ein Therapiezentrum für Überlebende von Folter und Krieg.Knut Rauchfuss ist Arzt und Journalist. Er war mehrere Jahre in Lateinamerika und im Mittleren Osten tätig und arbeitet seit der Gründung 1997 für die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum. Als Autor hat er u. a. die Bücher “Trauma und Therapie – Erfahrungen in der psychosozialen Arbeit mit Überlebenden von Folter und Krieg” sowie “Kein Vergeben, kein Vergessen. – Der internationale Kampf gegen Straflosigkeit” mit herausgegeben.«Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Bianca Schmolze, die für die MFH die Kampagne „Gerechtigkeit heilt” koordiniert.
Eine weitere Aktion anlässlich des Aktionstages zur Unterstützung Folterüberlebender findet am Freitag, den 25.6., auf dem Dr.-Ruer-Platz statt.  Ein ganztägiger Infostand der MFH Bochum stellt  Materialien zum Thema Folter sowie die Arbeit der MFH vor.

 
 
 
 


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