Montag 18.01.10, 17:00 Uhr

DGB: Hotline für Beschäftigte in Leiharbeit

Tel: 01803 100218

Der DGB hat gemeinsam mit dem Arbeitsministerium NRW für Beschäftigte in Leiharbeit eine „Hotline Zeitarbeit” eingerichtet. „Wie man am Fall Schlecker sieht, ist diese Beratungsangebot dringend notwendig,” so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Weitere Schritte seien aber dringend erforderlich. So begrüßt der DGB einen aktuellen Antrag der SPD-Fraktion an die Landesregierung NRW. Die CDU / FDP – Regierung wird darin aufgefordert “allen Einfluss auf Bundesebene wahrzunehmen, um die Leih- und Zeitarbeitsbranche ins Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufzunehmen”.
In der Begründung verweist die SPD darauf, dass in Nordrhein-Westfalen derzeit weit über 100.000 Menschen in der Leih- und Zeitarbeitsbranche tätig sind. Besondere Bedeutung hat die Diskussion durch die Auseinandersetzung um die Drogeriemarktkette Schlecker in jüngster Zeit gewonnen. In die öffentliche Kritik kam nun auch noch die Deutsche Bahn.
Für den DGB in Bochum nur zwei Beispiele für die Negativentwicklungen.

“Die Auswirkungen von Leiharbeit und prekärer Beschäftigung finden sich auch in unserer Stadt. Wohlfahrtsverbände und Krankenhäuser machen ebenso mit wie Unternehmen. Gemeinsam geht es ihnen um möglichst billige Arbeit. Die Gefahren für Arbeitsplätze und weiteres Lohndumping werden weithin ausgeblendet”, so Hermund, “den Antrag der NRW-SPD begrüßen wir. Aber es geht uns nicht nur um den notwendigen Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche. Diese Art von Beschäftigung, das Verleihen von Arbeitnehmern, muss insgesamt neu geregelt werden. Ziel muss es sein ihren Anteil an allen Beschäftigungsverhältnissen insgesamt wieder auf ein Normalmass zu reduzieren. Vorerst ist jedoch unser Hilfsangebot notwendig.”
Informationen zu Verträgen und Arbeitsbedingungen gibt es für die Betroffenen unter Tel 01803 100218 und
unter www.zeitarbeit.nrw.de.

2 LeserInnenbriefe zu "DGB: Hotline für Beschäftigte in Leiharbeit" vorhanden:

LeserInnenbrief(e) zu "DGB: Hotline für Beschäftigte in Leiharbeit" als RSS


 

19. Jan. 2010, 20:51 Uhr

LeserInnenbrief von Hagendorn:

Eine Frisörin erhält in Ostdeutschland 4 € Stundenlohn – kann damit wohl nicht über die Runden kommen, sie muss umziehen wenn sie sich verbessern will.
Ich erhalte 7,25 € und hätte gerne eine Anhebung des Stundenlohns auf 7,50 €. Damit ich in meiner Steuerklasse einmal auf 800 € netto bei Vollzeit im Monat komme.
MfG. Konrad H.


 

22. Jan. 2010, 21:42 Uhr

LeserInnenbrief von CyberPunk:

Leih- und Zeitarbeit gehört, meiner Meinung nach, entweder abgeschafft oder muß anständig entlohnt werden. Wenn die Firmen für einen Leiharbeiter (um flexibler zu sein) mehr Zahlen müssen als für einen regulären Angestellten, dann wäre das okay. natürlich nur wenn beim Leiharbeiter dann auch ein Einkommen ankommt das dem eines regulären Angestellten gleich kommt.

Nicht umsonst sagte mein ARGE Vermittler beim letzten Gespräch “nee das sind nur so Sklavenvermittler, die wollen wir ‘noch’ nicht” …


Terminmitteilungen bitte an
redaktion@bo-alternativ.de