Donnerstag 26.03.09, 09:00 Uhr

Konflikt bei EDS Operations Services verschärft sich – erneut Warnstreik

Nach erneuter Verweigerung von Verhandlungen durch die Geschäftsleitung des IT-Dienstleister EDS Operations Services   rufen die Gewerkschaften IG Metall und ver.di am heutigen Donnerstag, den 26. März,  die Beschäftigten erneut zu Warnstreiks auf. Mit den Warnstreiks soll der Forderung der Belegschaft nach tarifvertraglichen Regelungen über Beschäftigungssicherung, die Sicherung von Beschäftigungsbedingungen und Entgelterhöhung Nachdruck verliehen werden. Die Gewerkschaften rufen wieder alle Beschäftigte an den bundesweit 18 Standorten der EDS zu Warnstreiks auf. Am Standort Bochum der EDS findet ab 10:00 Uhr am Tor 1 der Opel Werke eine Warnstreikkundgebung statt. Anschließend werden die Beschäftigten zu einer Protestveranstaltung aller NRW-Standorte der EDS zumBildungs- und Veranstaltungszentrum der IG Metall in Sprockhövel fahren.
Die Warnstreiks sind die Reaktion auf die anhaltende Verweigerungshaltung von EDS. Auf erneute Nachfrage erklärte sich die Geschäftsführung weiterhin nicht bereit Verhandlungen mit den Gewerkschaften der Beschäftigten aufzunehmen. IG Metall und ver.di fordern EDS auf, “endlich den Weg für vernünftige, einvernehmliche Lösungen zu eröffnen.”
„Diese Haltung ist eine Provokation,“ erklärte Ulrike Kleinebrahm, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bochum, „diese Menschen haben jahrelang den Erfolg von EDS erarbeitet, jetzt soll jeder Dritte entlassen werden und das Management ist nicht einmal bereit über vernünftige Lösungen zur Beschäftigungssicherung zu verhandlen. Stattdessen verharrt EDS in eiskaltem Schweigen und eskaliert damit den Konflikt.“
„Die Menschen sind wütend, das wird sich auch jetzt wieder in der hohen Beteiligung an den Warnstreiks zeigen“ bestätigt Dietmar Kleine, Vorsitzender des Betriebsrates der EDS Bochum, „Unser Appell an EDS ist: Hören sie auf Öl ins Feuer zu gießen, kommen sie an den Verhandlungstisch.“
Seit Anfang Februar 2009 haben bereits drei Warnstreiks der EDS-Beschäftigten, mit hoher Beteiligung stattgefunden. Im Dezember 2008 hatten IG Metall und ver.di die EDS Operations Services GmbH aufgefordert in Tarifverhandlungen einzutreten. Die Gewerkschaften wollen in den Verhandlungen neben Regelungen zur Beschäftigungssicherung, die Sicherung der Arbeitsbedingungen und eine Tariferhöhung durchsetzen.
EDS hatte im Oktober, nach der Übernahme durch Hewlett Packard, angekündigt 1150 Arbeitsplätze abbauen zu wollen, um die von HP gewünschte Rendite erzielen zu können. Bei der EDS OS GmbH sollen nach den Plänen der Geschäftsführung 864 Arbeitsplätze wegfallen. Die Geschäftsführung hatte ebenfalls Standortschließungen in Ludwigsburg, Leuna, Essen, Wuppertal und Köln angekündigt.

 
 
 
 


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